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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232651/full</schema:image><schema:name>Stahlbogensteg / Ybbsitz</schema:name><schema:dateCreated>1996</schema:dateCreated><schema:creator>Franz Wahler</schema:creator><schema:artMedium>Stahlkonstruktion, Betonpfeiler</schema:artMedium><schema:description>Die Initiative für den Übergang ergriff der junge Ybbsitzer Schlossermeister Franz Wahler, industriegeschichtlich engagierter Besitzer der "Jubiläumssschleife" an den Wasserfällen "In der Noth" im Zuge der Ybbistzer Schmiedemeile. Mit dem Architekten Robert Schwan entwickelte er einen stählernen Steg von ca. 23 m Spannweite. Die statisch konstruktiven Aspekte betreute der Bauingenieur Alfred Schaufler. Die Brücke schwingt sich an jener Stelle in die Höhe, wo man den Wasserfall erstmals von nahe sieht. Eine luftige Stiege hängt zwischen zwei V-förmig auseinanderstrebenden, zu Bogen gekrümmten Fachwerkträgern, steigt steil hinauf zum Scheitel, um mit wenigen abwärts führenden Stufen wieder den Boden zu erreichen. Der flache Bereich im Bogenmaximum verführt zum Innehalten und Schauen. Daher verläuft die Brückenachse nicht rechtwinklig zur Klamm, sondern schräg, sodaß der Raum über dem Wasserfall durchschritten werden kann. Der Steg ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam: Im Verhältnis zur Landschaft, einer Filigranität, in der statisch-konstruktiven Konzeption, im Verhältnis von tragenden und dienenden Teilen und nicht zuletzt deshalb, weil er als zeitgenössisches Bauwerk zugleich Produkt beruflichen Stolzes und industriearchäologischen Interesses örtlicher Handwerker ist. Damit gewinnt das Brückenbauwerk Eigenständigkeit in Raum und Zeit und überspielt die dienende Rolle eines reinen Zweckbaus.
(Walter Zschokke)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Skulptur / Installation</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040652/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/170924/full</schema:image><schema:name>Pulsierende Stille</schema:name><schema:dateCreated>2007</schema:dateCreated><schema:creator>Bernhard Leitner</schema:creator><schema:artMedium>Stahlkonstruktion, CD Player und Verstärker, Lautsprecher</schema:artMedium><schema:description>Bernhard Leitner beschäftigt sich seit 1969 mit der Schaffung akustischer Architekturen. Dabei entwarf er zunächst das Modell des Soundcube, einen an den sechs Innenwänden mit einem Raster von 384 Lautsprechern ausgekleideten Kubus. Durch das Ansteuern einzelner Lautsprecher sollten Ton-Linien ephemere Ton-Architekturen gestalten. Nach einer Reihe empirischer Untersuchungen schuf der Künstler zwischen Mitte der 1970er-Jahre und heute rund 150 Ton-Raum-Skulpturen, die auf jeweils einzigartige Weise das Verhältnis zwischen Körperwahrnehmung und sich in Zeit und Raum entwickelnden Ton-Räumen vermessen.
Bei der Arbeit Pulsierende Stille entsteht durch zwei an Walzblechen befestigte Lautsprecher mit unterschiedlicher Frequenz eine Schwebung, die außerhalb der Installation akustisch nicht wahrgenommen werden kann, die Person zwischen den Blechen aber durch deren Vibration einen pulsierenden Raum erfahren lässt (1).  Zusätzlich dazu ergibt sich zwischen der Schwere des Stahls und der Schwerelosigkeit des Ton-Raumes eine neue Wahrnehmungsdimension: „Der leicht pulsierende Pianissimo-Raum, der durch die Vibration dieser Festkörper entsteht, ist extrem kontrastierend zu dem, was das Auge sieht. Dies ist ein Beispiel, bei dem einander das Hören und das Sehen nicht einfach ergänzen, überschichten, sondern sich gegenseitig herausfordernd intensivieren.“(2)
Nikolaus Kratzer 

(1) Elisabeth von Samsonow, „Panaudition. All-Frequenz und Ganzkörperohr“, in: Wolfgang Meighörner (Hg.), Bernhard Leitner. Pulsierende Stille. TonRaumSkulpturen, Ausst.-Kat. Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, Innsbruck 2008, S. 11–13, hier: S. 13.
(2) Florian Steininger/Bernhard Leitner, „Eine Vermessung des Klangraumes. Bernhard Leitner im Gespräch mit Florian Steininger, Januar 2016“, in: Bernhard Leitner. Ton-Raum-Skulptur, hg. vom Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kunst und Kultur, Bielefeld/Berlin 2016, S. 7–35, hier: S. 20.</schema:description><schema:artForm>Kunst – Plastik / Skulptur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1204782/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Ziersdorfer Treppe / Volksschule Ziersdorf</schema:name><schema:dateCreated>2016</schema:dateCreated><schema:creator>Ines Hochgerner</schema:creator><schema:artMedium>Stahlkonstruktion</schema:artMedium><schema:description>Die Treppe besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Metallstäben und Glas, in der Ines Hochgerner ihre künstlerische Arbeit mit dem Gebrauchsobjekt zu einer homogenen neuen Einheit verschmelzen lässt. Diese Einheit ist erstaunlich luftig – wie die Papierarbeiten der Künstlerin, in denen sie sich unter anderem mit dem Thema des Musters, also der Wiederholung, beschäftigt und die Grenzen zwischen dem Bildträger als Objekt und der Immaterialität der Zeichnung auslotet. So erscheint die Treppe als dreidimensionale Zeichnung, die, zu verschiedenen Zeiten und von unterschiedlichen Blickpunkten aus betrachtet, unterschiedliche Wahrnehmungen zulässt: Die Fassade des Gebäudes wird so zum Bildträger.
 Ein zentrales gestalterisches Element dieser Zeichnung bilden am Geländer montierte schwarze und weiße Stäbe unterschiedlicher Größe. Im hinteren Bereich der Treppe stehen sie senkrecht und sind dicht gruppiert, sodass sie an Schraffuren oder Strichproben erinnern. Im vorderen Bereich brechen sie aus der strengen Parallelität aus und stehen vereinzelt schräg. "Die Linien scheinen zu stolpern, neigen sich zur einen oder anderen Seite, nach vor oder zurück", beschreibt die Künstlerin diesen Rhythmuswechsel. Sie hat eine Ordnung erstellt, um sie wieder aufzulösen, und ruft damit auch die Normen, denen die Menschen im Alltag unterworfen sind, und die Möglichkeit, aus ihnen auszubrechen, ins Bewusstsein. In ihrer "Raum-Zeichnung" wird die Flucht zum Flüchtigen, das sich in den Raum ausdehnt. Diese Flüchtigkeit wird in den Schattenspielen erfahrbar, die die Stäbe zu den unterschiedlichen Tageszeiten auf die Fassade werfen, oder in dem „Verschwinden“ der weißen Stäbe in der weißen Oberfläche der Fassade. Der Möglichkeit des Flüchtens setzt Ines Hochgerner eine Einladung zum Verweilen entgegen, der Strukturanalyse eine unmittelbare Farberfahrung: Die grün, gelb und rot gefärbten Unterseiten der Balkone und Zwischenpodeste der Treppe, die die SchülerInnen vom Hof aus sehen können, bilden eine Art Gegengewicht zu der Strenge des Schwarz-Weiß der Stäbe und erlauben einen spielerischen Zugang, der auch immer einen "Counterpart" in Ines Hochgerners künstlerischem Schaffen bildet.
 Eine grundsätzliche Frage, der die Künstlerin in ihrer Konzeption für die Fluchttreppe nachging, betrifft die Gattung "Kunst am Bau" an sich: "Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Design in der Kunst am Bau der Gegenwart, bzw. wann ist etwas Kunst, wann ist es Design?", fragte sie und gab schließlich selber eine Antwort, indem sie eine Lösung fand, die sowohl eine funktionale Nutzung als auch eine analytische, spielerische oder auch kontemplative Auseinandersetzung zulässt.
(Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Kunst am Bau</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1206856/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/255243/full</schema:image><schema:name>Die Vierte Wand / Aussichtsturm Seekopf/Wachau</schema:name><schema:dateCreated>2020</schema:dateCreated><schema:creator>Eldine Heep, Klemens Schillinger</schema:creator><schema:artMedium>Fundierte Stahlkonstruktion (verzinkter Stahl) mit vorgehängter Holzlattung (Lärchenholz)</schema:artMedium><schema:description>Die Wachau feiert in diesem Jahr ihren 20-jährigen Weltkulturerbe-Status und den besten Blick auf diese wunderschöne Region bietet ab sofort der neue Aussichtsturm am Seekopf. Die vom Gestalter*innen-Duo Eldine Heep und Klemens Schillinger erdachte Holz-Stahlkonstruktion auf dieser 671 m hohen Erhebung des Dunkelsteiner Waldes südlich der Donauschlinge zwischen Weissenkirchen und Dürnstein ersetzt den baufälligen Vorgängerbau und bietet dank einer dramaturgischen Inszenierung des Aufstiegserlebnisses ab sofort einen reizvollen Höhepunkt auf der 180 km langen, entlang des Donauufers verlaufenden Route des Welterbesteigs.

Ein neuer Turm für Rossatz
Mehr als 25 Jahre stand die alte Aussichtswarte am Seekopf. 1993 hatte der ortsansässige ‚Jankerl-Club-Rossatz‘ die Warte eigenhändig errichtet. 2018, zum Jubiläum, wurde der Entschluss gefasst, den mittlerweile baufällig gewordenen Turm, der sich auf einer beliebten Wanderroute befindet, durch einen Neubau zu ersetzen und damit den Panoramablick vom dicht bewaldeten Seekopf auf die Donau zu bewahren. Der Zweckbau sollte nicht nur funktionalen Kriterien genügen, sondern für die Besucher*innen der sensiblen Naturlandschaft einen zusätzlichen Erlebniswert schaffen. Zum 20-jährigen Jubiläum des Weltkulturerbe-Status ermöglicht nun die neue Warte wieder diesen wunderbaren Blick in die Wachau und regt darüber hinaus zu Überlegungen über Architektur und Inszenierung im Zusammenspiel mit der umgebenden Natur an.

DIE VIERTE WAND
Der Titel der architektonischen Setzung ist eine Bezeichnung aus dem Theater. Gemeint ist die imaginäre Grenze zwischen der Bühne und dem Zuschauerraum, deren Durchbrechung die direkte Interaktion bedeutet. Beim Aussichtsturm verwenden Heep/Schillinger nun diese dramatische Setzung als Blick-Barriere und Spannungselement: Entlang einer mit Lärchenholz verblendeten, räumlich gestaffelten Wand, führt die Treppe nach oben. Die Holzstruktur rückt sowohl die offene Stahlkonstruktion als auch die Aussicht während des Aufstiegs optisch in den Hintergrund und motiviert dadurch umso mehr, den 15 Meter Höhenunterschied über die Treppen zu überwinden, um erst auf der Plattform oben das atemberaubende Panorama in vollem Umfang zu genießen.

Lilli Hollein, Direktorin der Vienna Design Week, über das Projekt
„Eldine Heep und Klemens Schillinger sind Freunde der klaren Struktur, der Frei- und Offenlegung. Die Architektin und der Designer haben wiederholt an Projekten zusammengearbeitet. All diese Projekte eint die Fähigkeit der beiden zum Herausdestillieren der wahren Struktur. Mit dieser Haltung sind sie auch an das Projekt eines Aussichtsturms am Seekopf herangegangen: So schlank, so reduziert, so transparent wie möglich auf der einen Seite und andererseits ein prägnanter, fassbarer Auftritt, der etwas Natürliches und dennoch wieder etwas Irritierendes an sich hat. Das Stahlgerüstskelett steht als bewusster, wenn auch filigraner Fremdkörper in der Landschaft (...) Wie in einer Prozession bewegt man sich entlang der Wand in die Höhe. Die Neugier auf das, was dahinterliegt, steigert sich Schritt für Schritt‘ (Eldine Heep/Klemens Schillinger). Von den Mayas über den Turm von Babel bis zum Filmset, aber vor allem auch zu den Weinterrassen der Wachau reicht die Inspiration. Die Aussichtswarte stiehlt der Landschaft nicht die Show, sondern lenkt den Blick aufs Wesentliche.“

TECHNISCHE DATEN:
Grundfläche im Achsmaß 6 x 6 Meter
Höhe: 16,30 Meter
Materialien: Stahlkonstruktion, Lamellenfassade aus Lärchenholz
Projektarchitektin:
Arch.in Dipl.-Ing.in Ursula Knappl
Mitarbeit: Radoslaw Olczak
Baufirma: Franz Schütz GmbH
Statik: Schnaubelt und Partner ZT-GmbH
Fundament: Mayer IL ZT-GmbH
Stahlbau: Manfred Karl
Zimmerei: Karl Koppensteiner

Eldine Heep
Geboren 1982 in Delhi, Indien, studierte Architektur an der Universität für angewandte Kunst und der Akademie der bildenden Künste in Wien. 2007 erhielt sie das MAK Schindler Stipendium in L.A. und ihre Arbeiten wurden in mehreren Gruppenausstellungen gezeigt. Anschließend arbeitete sie für Architekturbüros in Wien und Peking, seit 2015 selbständig in Wien tätig an der Schnittstelle zwischen Architektur, Design und Kunst. Zusätzlich lehrt sie Architektur im Studio von Hani Rashid an der Universität für angewandte Kunst.

Klemens Schillinger
Geboren 1983 in Wien, studierte Produktdesign an der FH Joanneum in Graz und am Royal College of Art in London. Nach seinem Studium arbeitete er für Design Studios in London und internationale Auftraggeber, aber auch an eigenen Projekten und Produkten. Seit 2014 lebt und arbeitet er in Wien und ist in den Bereichen Produkt-, Möbel- und Ausstellungsdesign tätig. Seit 2016 Mitglied der Galerie für experimentelles Design „Spazio Pulpo“, zahlreiche nationale und internationale Ausstellungsbeteiligungen. 2018 Swarovski Award for Excellence in Austrian Design.

Ein Projekt von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich in Kooperation mit der Gemeinde Rossatz, dem Jankerlklub Rossatz, mit Unterstützung der LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald und der ecoplus Regionalförderung.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Skulptur / Installation</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1349007/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/324799/full</schema:image><schema:name>MINI TANKE 24/7 / skulpturale Installation am Semmering</schema:name><schema:creator>Toni Schmale</schema:creator><schema:artMedium>Auf einem Stahlbetonsockel befindet sich eine verzinkte kastenförmige Stahlkonstruktion, mit einer schlauchartigen, seitlich montierten Stahlformrohrkonstruktion.</schema:artMedium><schema:description>»Ich wünschte mir Schallschutzmauern und träumte, dass der Sprit einfach ausgeht, alle Autos liegen bleiben und die Tanke mit wilden Wiesenblumen überwachsen wird, meine Freund*innen plötzlich auftauchen und wir ein Feierabendbier trinken.« (Toni Schmale)  
Diesen Text schrieb Toni Schmale 2021 noch vor dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Aufgrund der neuen politischen Situation bekommt die Rolle von Gas und Öl, sowie die Möglichkeit von alternativen Energiequellen nochmals eine verschärfte Dimension in Hinblick auf Macht, politischem Einfluss und nationalen wirtschaftlichen Interessen. »MINI TANKE 24/7 ist Rohbau und Ruine einer Tankstelle. Sie bietet einen 
Ort, um sich zu treffen oder zu verschnaufen, um Energie zu tanken in  der Dysfunktion.« Die Skulptur steht im Zusammenhang mit der raumgreifenden Skulptur TANKE 24/7, die 2021 in Wien umgesetzt wurde. 

Auf Einladung von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich lud die Kuratorin Hedwig Saxenhuber unter dem Titel Der Semmering als Bühne der Gegenwart fünf künstlerische Positionen ein, die Geschichte und Gegenwart des Ortes im Kontext sich permanent ändernder, globaler Realitäten und individueller Lebenswelten zu reflektieren. Die umgesetzten Arbeiten, die entlang und nahe der Hochstraße zu erkunden sind, widmen sich den mitunter verborgenen sozialen Gefügen, aber auch den vielfältigen Folgen der laufenden Veränderung unserer Lebenswelten. Gerade weil die weltpolitische Situation so komplex ist, spielen die Symptomatiken und Ausformungen der ökologischen und ökonomischen Schieflage, wie sie die Welt als Ganzes erfasst haben, auch auf der Bühne am Semmering eine Rolle.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Skulptur / Installation</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1452283/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></rdf:RDF>