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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:VisualArtwork><schema:name>... bei Seite legen ...</schema:name><schema:dateCreated>2009</schema:dateCreated><schema:creator>Christine Hohenbüchler, Irene Hohenbüchler</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Plexiglas, Lack auf Holz</schema:artMedium><schema:description>In der vielfältigen Praxis von Christine und Irene Hohenbüchler mit verschiedenen Institutionen oder Partnern sind es Partizipation und die Auseinandersetzung mit sozialen und politischen Fragestellungen, die Gestaltungsprozesse definieren. Oft spielt die Ebene der Sprache eine Rolle, um mittels der unterschiedlichen Materialien in Objekten oder Installationen etwas herzustellen, was sich Kommunikation oder Handeln zur Aufgabe macht. Die Objekte des Künstlerinnenduos, die Design, Textiles, Bilder oder Skulpturen umfassen, sind durchlässige, leichte, oft aus mehreren Teilen bestehende Arbeiten, die – von Text, weiteren Gegenständen oder suggerierten Assoziationen begleitet – eine Handlung in sich tragen bzw. sich über eine solche erfahrbar machen. Dass es dabei um Prozesse und nicht um abgeschlossene Statements geht, zeigt auch die Arbeit mit dem Titel … bei Seite legen ..., der sowohl auf eine offene Bezugnahme der Teile zueinander schließen lässt als auch ein performatives Angebot in sich birgt. Der blaue Sockel mit seiner amorphen Form ist eine Art Basis: ein Sockel, der zu einer Plattform geworden ist und quasi bildhaft am Boden liegt. Auf ihm befindet sich ein elegantes, durchlässiges, korbähnliches Gerüst, das mit einer durchsichtigen, beschrifteten und mit Löchern versehenen Plexiglasplatte bedeckt ist. Die gesamte Konstruktion wirkt leicht und scheint versetzbar zu sein – so, als könne man auf dem Sockel damit hantieren, es eben „bei Seite legen“. Die lakonische Betitelung mit den Auslassungspunkten, die sich in den Punkten an der Plexiglasabdeckung wiederholen, wird dort von weiteren Texten ergänzt, die das Handlungsfeld um sprachlich definierte Kontexte erweitern: „to be beside oneself“, „according to a pattern“, „etwas“ oder „bei Seite legen“. Das Objekt fungiert somit als eine Art Zentrum oder Ausgangspunkt von assoziierten Inhalten, die erst die Dimension und den Werkbegriff der Künstlerinnen deutlich machen.
Susanne Neuburger</schema:description><schema:artForm>Kunst</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/251655/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91690/full</schema:image><schema:name>Bushaltestelle / Retz</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Sabine Krischan</schema:creator><schema:artMedium>Beton, Metall, Draht, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Die Konstruktion: Rohrprofil, Distanzhalter und Flachstahl zur Glasauflage bilden ein gesamtes Trägersystem - die Höhe der Distanzhalter
entspricht den jeweiligen örtlichen statischen Beanspruchungen (größerer Abstand zwischen Träger und Flachstahl im Bereich der Krümmung zur Aufnahme des Biegemoments, geringe Gesamtträgerhöhe im Bereich der geraden Enden). Durch das Teilen der Träger im Vertikalbereich und deren v-förmiger Anordnung entsteht ein räumlicher Stützenfuß, wodurch auf eine Einspannung der Träger verzichtet werden kann. Dies vereinfacht einerseits die Fundamentierung und ermöglicht andererseits die Konstruktion eleganter Fußpunkte. In der "Außenschale" (Verglasung) bestehen Rückwand und Dach aus längsseitig gelagertem, klarem Sicherheitsglas mit horizontalen Stoßfugen (ohne Deckprofile) und Niroklemmleisten längs, mit gekrümmten Glaselementen zwischen Rückwand und Dach. Die Seitenverglasung an de (West-)Wetterseite ist "Informationsträger" mit Stadtplan und -chronik; die Scheiben werden mittels Bodenschiene und Einzelpunkthalterung entlang des Dachträgers befestigt. In der "Innenschale" sind lichtdurchlässige Nironetze (aus Drähten stoffähnlich verwoben) als vorkonfektionierte Elemente in die Konstruktion gespannt und bilden so eine zweite Schicht, die der Glasabsturzsicherung und als Sonnenschutz an der Decke dient (Himmel) und die Wartebank und deren Rückwand herstellt.
(Sabine Krischan)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040514/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223065/full</schema:image><schema:name>Landschaftsmesser / Erinnerungsstätte am Stadtsee in Allentsteig</schema:name><schema:dateCreated>1999</schema:dateCreated><schema:creator>Valie Export</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Mit dem "Landschaftsmesser" schneidet VALIE EXPORT förmlich in den See ein, in dessen metallenen Flächen sich Sonne und Wasser spiegeln. Neben dem Objekt steht eine Glasstele mit dem Namen der ausgesiedelten Dörfer und Gehöfte auf dem Gebiet des heuteigen Truppenübungsplatzes. Wie die damaligen Ereignisse der Aussiedelung ein dramatischer Einschnitt in das Leben jedes einzelnen waren, so setzt VALIE EXPORT ein Zeichen als Ausdruck tiefer Betroffenheit und läßt einen Ort der öffentlichen Kommunikation entstehen. Die Arbeit ist Symbol der einschneidenden Erlebnisse von damals wie auch heute, wenn die Bewohner der Kleinstadt tagsüber die Schüsse hören - und so in Friedenszeiten mit dem Krieg im Kopf leben müssen. Zu diesem Thema hat Konrad Rennert die Komposition "… And bid his ears a little while be deaf …" erstellt. Eine Variable von Live-Musikern (und/oder Tonband) setzt sich mit "unerhörten" - und dennoch fast alltäglichen - Geschehnissen musikalisch auseinander. Der Schriftsteller Rudi Palla hat sich im Katalog "Erinnerungsstätte Allentsteig" ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt (siehe Seite 85).
(Katharina Blaas-Pratscher)

Architekt: Walter Kirpicsenko</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040539/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91760/full</schema:image><schema:name>Skulptur / Bezirkshauptmannschaft Zwettl</schema:name><schema:dateCreated>2001</schema:dateCreated><schema:creator>Stefan Emmelmann</schema:creator><schema:artMedium>Plexiglas, Metall</schema:artMedium><schema:description>Einen kräftigen Farbakzent setzte Stefan
Emmelmann dem nüchternen Grau von Beton und Naturstein in der Bezirkshauptmannschaft Zwettl entgegen. Im hinteren, nach hinten hin geöffneten Innenhof installierte er einen 2,5 x 4,25 m großen Wandschirm aus Stahlrohr sowie 24 ineinander geflochtenen farbigen und transparenten Plexiglasbändern. Die Anzahl entspricht den 24 zum Bezirk gehörenden Gemeinden, die, so der Künstler, das lebendige, farbige Gewebe des Bezirks bilden. Mit den bunten Verflechtungen formte er in groben Zügen die Fläche des Bezirks Zwettl zu einem an einen Ausschnitt aus einer Landkarte erinnernden emblemartigen flachen Objekt nach, das sich zwischen Hof, einer angrenzenden Grünfläche und den Ausblick auf Zwettl schiebt. Je nach Tageszeit und Licht-einfall wirft das Objekt farbige Schatten auf den Boden, spiegelt sich in den Fenstern und belebt dadurch den gesamten Hof. Es bildet eine schützende Wand, die den Hof teilweise zu einem eigenen Raum abschließt: Und gleichzeitig eröffnet es eine neue Dimension, indem es sich in das Bild von Zwettl einbettet, das Große im Kleinen und das Kleine im Großen erahnen lässt.
(Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Kunst am Bau</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040546/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232623/full</schema:image><schema:name>Arbeite Nie / Gramatneusiedl</schema:name><schema:dateCreated>2015</schema:dateCreated><schema:creator>Linda Bilda</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Mit dem Imperativ "Arbeite Nie" gibt Linda Bilda ihrem Projekt für Marienthal/Gramatneusiedl ein schlagkräftiges kritisches Vorzeichen, um einen historischen Bogen zu schlagen vom aktuellen, weltweit durch das Wort "Krise" definierten Thema "Arbeit" zur wechselvollen Geschichte der Arbeiterbewegung, für die Marienthal als Schauplatz einer bedeutenden Studie über Arbeitslose, exemplarisch steht.

Linda Bildas Kunstprojekt besteht aus zwei Teilen, einer Intervention im öffentlichen Raum des Ortes und einem Plakazin, einer Mischung aus Plakat und Magazin, das in hoher Auflage gedruckt und gratis verteilt wird. Es ist ein künstlerisch und inhaltlich dichtes Druckwerk, in dem Linda Bilda in Texten und Comic-Zeichnungen programmatisch zum Thema Arbeit Stellung nimmt. Ihre Intervention in Marienthal/Gramatneusiedl nennt Linda Bilda "Raumgefüge", ein Begriff, der das Performative mit dem Strukturellen verbindet. Das „Raumgefüge“ dockt an die vorhandene Substanz an, um zugleich auch die bereits verschwundene wieder ins Bewusstsein zu holen. Linda Bilda entwickelte einen Stadtplan, der auf sieben Kategorien ihrer eigenen "Ordnung der Dinge" für diesen Ort beruht und auf deren Spuren das Publikum losgeschickt wird: Dieses soll, vergleichbar der Methode des "dérive", dem "ziellosen Umherstreifen" der Situationisten, den Ort auf neuen Wegen wahrnehmen. Für jede ihrer Kategorien, die im Stadtplan farblich markiert sind, hat Linda Bilda ein Signet entworfen, das dann im Ort an ausgesuchten Stellen auftaucht, deren Geschichte virtuell wieder lebendig gemacht und in Erinnerung gerufen wird.
2015 installierte Linda Bilda drei weitere "Verweistafeln", um den Parcours durch das historische Ortsgefüge zu komplimentieren. Die vom Fabrikbesitzer errichtete ehemalige Kinderbewahranstalt steht sowohl für sozial-politische Entwicklung und Emanzipation als auch für betriebswirtschaftliche Motivation des Arbeitgebers, der somit auch auf die Arbeitskraft der Frauen und Mütter zurückgreifen konnte. Die Bedeutung von technischem Fortschritt für das zivile Leben und gleichzeitig für die industrielle Produktion streicht das noch heute in Betrieb stehende Wasserkraftwerk an der Fischa hervor. Als dritte Position werden am Kriegerdenkmal des Ortes die bis heute ausgeklammerten, kommunistischen Widerstandsaktivisten aus Gramatneusiedl hinzugefügt, die während der NS-Diktatur hingerichtet wurden. Parallel dazu veranstaltete die Künstlerin in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ein Comicworkshop mit SchülerInnen der Polytechnische Schule Himberg. (Silvia Eiblmayr)
</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1320476/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></rdf:RDF>