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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261857/full</schema:image><schema:name>Kreisverkehr Marchfeld / Gänserndorf</schema:name><schema:dateCreated>2010</schema:dateCreated><schema:creator>Ulrike Lienbacher</schema:creator><schema:artMedium>Sportbodenbelag</schema:artMedium><schema:description>Mit dem für Sportanlagen üblichen Kunststoffbelag in oranger Farbe sind auf der Verkehrsinsel Volksbank-Platz vier Rennbahnen samt Start- und Ziellinien angelegt. Die Arbeit heißt nicht nur "Kreisverkehr", sie ist dessen wörtliche Auslegung, wenn sich kontinuierlich ausdehnende kreisförmige Linien von den Rennbahnen im Inneren in den Linien der Straßenmarkierung fortsetzen. Dem Platz bietet Ulrike Lienbacher damit ein integratives Element und vermeidet gezielt die übliche Abtrennung eines in der Mitte befindlichen Restraums vom umgebenden fließenden Verkehr. Durch eine Wölbung, die  am höchsten Punkt eine Höhendifferenz zum Straßenniveau von 70 Zentimetern aufweist, ist der mittlere Bereich als skulpturaler Körper definiert und gibt durch seine zentrale Ausrichtung eine Bühne ab, die bei der Eröffnung von Vorführungen eines ortsansässigen Turnverein bestens angenommen wurde. Zusätzlich könnte man ihn aber auch als Plattform für Lienbachers eigene Arbeiten verstehen. Sowohl ihre Zeichnungen als auch Fotografien und Objekte greifen allgemein gültige Erfahrungen auf, die sich auf Sport, Leistung oder Disziplinierung beziehen. Hula-Hoop-Reifen, SportlerInnen und jugendliche TurnerInnen finden eine Projektionsfläche von Lienbachers Körperkonstruktionen in der überdimensionierten Scheibe, die selbst eine solche Konstruktion ist.
(Susanne Neuburger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040407/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261184/full</schema:image><schema:name>Kulturhausgarten Schmied Villa / Gänserndorf</schema:name><schema:dateCreated>2007</schema:dateCreated><schema:creator>sammerstreeruwitz</schema:creator><schema:artMedium>Bühne aus Metall, lackiert. Verkaufsbuden aus Holz, lackiert</schema:artMedium><schema:description>"fest (&amp;) wiese" nennen die Architekten ihre Gestaltung mit einer neuen überdachten Bühne und dauerhaften Ständen. Damit bringen sie ihre Absicht zum Ausdruck, die unterschiedlichen Funktionen der Wiese zu einer benutzerfreundlichen Synthese zu bringen, in der die Architektur vielseitig nutzbar ist.

Die Festwiese von Gänserndorf war bisher eine Kreuzung aus Baulücke und Stadtgarten: immer und allen zugänglich, grün und doch kein Park. Als Wiese zwischen Feuermauern und Zäunen wurde sie vor allem im Vorübergehen wahrgenommen. Der Charakter des Ortes war ganz durch das Sommerfest geprägt – entweder durch die Festaktivitäten selbst oder durch deren Abwesenheit, denn die Spuren der Feste blieben das ganze Jahr über bestehen. Doch die zwei Zustände des Platzes standen einander im Weg: Das Fest schadete der Wiese, und die Wiese behinderte das Fest. "fest (&amp;) wiese" bringt diese Gegensätze zusammen. Die Spuren des Festes machen die Wiese zu einem Ort, an dem man sich hinsetzen oder in die Sonne legen kann, einem Ort, an dem man sich aufhalten möchte. Die Bestandteile der Wiese schaffen mehr Raum für das Fest, geben ihm einen Rahmen und sind gut vorbereitet auf den Ausnahmezustand, den so viele Menschen für eine Wiese bedeuten. „fest (&amp;) wiese“ ist abgestimmt auf das Doppelleben von Haupt- und Nebensaison: Die Eingriffe können abgebaut werden oder stehen bereit zur Zweckentfremdung als Liegepritschen, Aussichtswarten und Pavillons. Für den Zeitraum der Festaktivitäten werden bessere Bedingungen geschaffen (Infrastruktur, eine neue Bühne, dauerhafte Stände), dennoch bleibt aber der spontan-temporäre Charakter erhalten."fest (&amp;) wiese" macht die Nebensaison zur Hauptsaison: Die dauerhaften Eingriffe für das Fest machen die Wiese zu einer besseren, brauchbareren, vielseitigeren Wiese. Gleichzeitig wird die Wiese in ihrer Widerstandskraft gegen das Fest gestärkt, sodass sie sich schneller regeneriert und wieder zum Normalzustand zurückkehren kann. In ihrer Wandelbarkeit ist sie ein nutzungsoffener Freiraum: kein Park, kein verlassenes Festivalgelände, sondern eine Wiese eben.
(sammerstreeruwitz)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040408/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261211/full</schema:image><schema:name>Stadtmöblierung / Wolkersdorf</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>EOOS</schema:creator><schema:artMedium>Metall lackiert, Glas, Holz</schema:artMedium><schema:description>Das in Wien ansässige Designerkollektiv EOOS entwirft seit 1995 in dieser Formation Möbel, Produkte sowie Geschäftslokale. Für Wolkersdorf entstand ein Konzept für die Stadtmöblierung mit Sitzbänken, Beleuchtungskörpern, Hinweistafeln, Vitrinen, Abfallbehältern, Radständern und Buswartehäuschen sowie zwei leuchtende Tore, die die Ein- und Ausgänge der Stadt kennzeichnen.

Tore machen Grenzen sichtbar, markieren Ein- und Ausgang, Anfang und Ende. Sie leiten, laden ein, machen aufmerksam und beschützen. In Wolkersdorf sind Tore das bestimmende Motiv für das gesamte Stadtdesign, sie stehen im Zentrum allen Geschehens. Im kleinen Maßstab findet sich das Motiv des Tores als Rahmen wieder. Diese "Frames" definieren einen ganzen Katalog von Gebrauchsgegenständen. Die Bestandteile der Wolkersdorfer Stadtmöblierung sind: Sitzebenen, Beleuchtungskörper, Hinweistafeln, Vitrinen, Abfallbehälter, Radständer, Buswartehäuschen. Bestimmte Orte im öffentlichen Raum werden so zu konzentrierten Kommunikationsplätzen. Beispielsweise haben von unten beleuchtete Sitzbänke eine ausgeprägte Tag- und Nachtseite: Bei Tag definiert sich das Sitzmöbel über seine reine Funktionalität. In den Abendstunden wird es Bestandteil eines poetischen Bildes. Ein zentrales Anliegen von EOOS besteht darin, menschliche Bedürfnisse in Form von Objekten zu artikulieren. Dementsprechend verstehen sich die Stadtmöbel zugleich als alltägliche Werkzeuge für Menschen und als identitätsstiftende Symbole für die Stadt. Der zweite Teil des Projektes beinhaltet die Platzierung von zwei leuchtenden, die Bundesstraße 7 umfassenden Toren, die durch ihre archaische Symbolkraft die Eingänge beziehungsweise die Ausgänge der Stadt – und somit ihren Umriss – definieren. (EOOS)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040419/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261101/full</schema:image><schema:name>Landmark / skulpturales Zeichen am Ortsrand von Hohenau</schema:name><schema:dateCreated>2005</schema:dateCreated><schema:creator>Walter Kirpicsenko, Alexander Klose</schema:creator><schema:artMedium>Metallzylinder, innen beschriftet, außen mit Leuchtstoffröhren (nachts beleuchtet)</schema:artMedium><schema:description>Drei Wege, die jeweils in den Achsen der Hautstädte der Nachbarländer des Dreiländerecks Weinviertel, Südmähren und Westslowakei liegen, führen zu der auf Stützen liegenden Kreisringkonstruktion. In diese wurden Zitate von drei Autoren, in die drei Landessprachen der Nachbarländer übersetzt, eingestanzt.

Marlene Streeruwitz: "Ich bin würdig der Würde die Person die Brücke zu queren die Angst nicht die andere Seite und dort dann du oder er oder sie oder ihr oder die und nieder nie wieder."

Das junge Alter (1. Mai 2004) der Erweiterung der Europäischen Union in den Osten soll nicht über die vorangegangene lange Geschichte der geografischen Nachbarschaft und politischen Trennung hinwegtäuschen, die die österreichischen Regionen an der Grenze zu den östlich gelegenen Staaten prägen.
Die Gefühle von Fremdheit, Skepsis, aber auch Neugierde oder das Bedürfnis, sich näher zu kommen, werden in dem von Kirpicsenko und Klose geplanten "Landmark" im Dreiländereck Weinviertel, Südmähren und Westslowakei monumental umgesetzt. Die "Dreieinigkeit" sowie das ständige Sich-Überlagern von Innen und Außen, Abgeschlossenheit und Öffnung sind die prägenden Elemente ihres Entwurfs. Die Installation liegt in einem leicht vertieften Erdwall und ist über drei klar definierte Wege zugänglich. In der verlängerten Luftlinie führen diese zu den Hauptstädten der benachbarten Länder. Über drei Stützen erhebt sich eine zweischalige Kreisringkonstruktion, in die Zitate von Jirí Gruša, Marlene Streeruwitz und Magdalena Vášáryová, in die drei Landessprachen der Nachbarländer übersetzt, gestanzt sind. Im Inneren findet eine Spiegelung der Zitate statt, nach außen hin werden sie in der Nacht durch Beleuchtung sichtbar gemacht. Sie fordern die gegenseitige Achtung der Menschen und richten sich gegen jegliche Art von Ideologie und Fremdenfeindlichkeit.

(Magdalena Vášáryová: "Was wäre schöner als ein Europa, das wieder ein Europa wird. Was wäre besser als gute und nahe Nachbarn, die zu guten und nahen Freunden werden."
Jirí Gruša: "Vergangenheitsbewältigung und Vergangenheitsbeschwörung sind zwei verschiedene Paar Schuhe: Bewältigung bedeutet, die Vergangenheit hinter sich zu bringen, bei einer Beschwörung lassen wir zu, dass sie uns erneut vergewaltigt.").
(Katrina Petter)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040427/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Blume 2009 / Mistelbach</schema:name><schema:dateCreated>2009</schema:dateCreated><schema:creator>Thomas Stimm</schema:creator><schema:artMedium>Eisen, lackiert</schema:artMedium><schema:description>"Es ist die Lust sich mitzuteilen, die am Anfang jeder bildschöpferischen Aktivität steht. Ob nun Formen mit Inhalten gefüllt werden, oder gedankliche Vorgaben die dazu passenden Aufarbeitungsstrukturen suchen, ist eher zweitrangig. Zur erwähnten Lust gesellt sich dann die Neugierde bei der Erforschung von noch nicht erprobten Ausdrucksmöglichkeiten. Irgendwelche Gestaltungsvisionen, die man auch als Inhalte bezeichnen müsste, können erschaute Beliebigkeiten sein (z.B. das Licht in einer Baumkrone); erkannt und gedeutet in neuen Zusammenhängen mit entsprechender Sinngebung."
(Franz Xaver Ölzant)

Architekt: Paul Pfaffenbichler</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040428/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261191/full</schema:image><schema:name>Wolkon / Paasdorf</schema:name><schema:dateCreated>2007</schema:dateCreated><schema:creator>feld72</schema:creator><schema:description>Zentrales Element des Platzes ist der "Wolkon", ein begehbares multifunktionales Objekt. Es ist ein Signet für die "Kulturlandschaft Paasdorf", das als Bushaltestelle mit Aussichtsplattform, sowie als bespielbare Bühne dient. Der Platz wurde mit einer Asphaltfläche überzogen, die vielseitig nutzbar ist.

Im Zuge der Umgestaltung der durch Paasdorf führenden Bundesstraße sollte der Dorfplatz mit der Bushaltestelle neu gestaltet und die "Kulturlandschaft Paasdorf" durch ein Zeichen verortet werden.feld72 legen in ihrem Projekt das Augenmerk auf die Integration vielfacher Bespielbarkeiten des Platzes, die jeglicher Trennung von Funktionen entgegenwirkt. Der Herausforderung, trotz des beengten Raums und der schwierigen Situierung an der Durchgangsstraße eine Aufenthaltsqualität zu ermöglichen, begegnen sie, indem sie den Platz mit einer durchgehenden Asphaltfläche überziehen, die zwar Parkplatzmarkierungen aufweist, die sich jedoch gleichzeitig als vielseitige Nutzungsflächen anbieten. Das Angebot richtet sich an die Alltagsnutzer, die Bevölkerung, sowie an die Besucher der "Kulturlandschaft Paasdorf" gleichermaßen. Entsprechend den täglichen wie auch saisonalen Nutzungsschwankungen ändert der Platz sein Erscheinungsbild. So bieten sich nicht benutzte Parkplätze als Holzterrasse, als Fahrradstellplätze für Leihräder zur unmittelbaren Erfahrung der Kulturlandschaft oder als Sitzgelegenheit an. Zentrales Element des Platzes ist ein begehbares multifunktionales Objekt, der "Wolkon" - ein weithin sichtbares Zeichen, das als Bushaltestelle mit Aussichtskanzel dient. Der "Wolkon" ist bespielbare Bühne - sowohl im Alltag als auch zu besonderen Festtagen. Der begehbare Balkon wird zur DJ-Kanzel, zum "Speaker's Corner" - und zur Aussichtsplattform, die gleichzeitig auch als Orientierungssystem für die "Kulturlandschaft Paasdorf" dient.
"Der Grad an Öffentlichkeit dieses Dorfplatzes liegt jederzeit in der Verantwortung seiner Benutzer" (feld72). So wird der Platz zur urbanen Topografie, die zwischen permanentem Gebrauch und punktuellen Veranstaltungen alles zulässt.
(Barbara Holub)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040441/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Freier Badebrunnen Loosdorf - Privatsphäre und Phantomwände</schema:name><schema:dateCreated>2006</schema:dateCreated><schema:creator>Iris Andraschek</schema:creator><schema:artMedium>Betonguss, Mosaiksteine</schema:artMedium><schema:description>Das an der Dorfpromenade gelegene überdimensionale Badezimmer aus Beton mit dem Titel „Freier Badebrunnen Loosdorf - Privatsphäre und Phantomwände“ umfasst ca. 30 m2. Es mit funktionsfähiger Dusche, Badewanne und Waschbecken ausgestattet, die die Besucher benutzen können.

Durch sein bestechendes Blau lockt der Badebrunnen schon von Weitem und irritiert auch gleich ob des Anblicks von Dingen, die ansonsten der Privatsphäre vorbehalten sind. Das überdimensionale Badezimmer aus Beton, das mit Dusche, Badewanne und Waschbecken die übliche Badezimmermöblierung zitiert, ist mit blauen Glas-Mosaiksteinen ausgelegt. Aus allen drei Spendern rinnt das Wasser, und dies in überbordender Art und Weise, wenn das Waschbecken überläuft, die Dusche im Dauerbetrieb ist und in der Badewanne das Wasser gleich in den Abfluss rinnt. Das Badezimmer mutiert also zum Wasser spendenden Brunnen und nimmt die historische Verknüpfung von Quelle, Brunnen und Bad auf. Assoziationen von Tröpferlbad, Wellness und Jungbrunnen sind ebenso gegeben wie die durch den Besucher in Gang gesetzte und immer wieder neu inszenierte öffentlich gewordene Ambivalenz des Privaten und Intimen. Das "freie" Bad ist schließlich auch als kultureller Ort angesprochen, der hier zum Annex des Dorfraumes wird. Rastende Radfahrer, die es in dieser Gegend häufig gibt, nehmen ihn ebenso in Anspruch wie die Kinder, die ihn längst zum fixen Bestandteil ihrer Aktivitäten auserkoren haben. (Susanne Neuburger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040446/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261204/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Loosdorf</schema:name><schema:dateCreated>2004</schema:dateCreated><schema:creator>Mona Hahn</schema:creator><schema:artMedium>Betonguss</schema:artMedium><schema:description>Loosdorf bekommt einen Platz. Das ist die Arbeit von Mona Hahn. Nicht mehr und auch nicht weniger. Ein Architekt hätte es vielleicht genauso gemacht: den Ort analysiert, dabei festgestellt, dass im Straßendorf Loosdorf von einem "öffentlichen Raum" kaum die Rede sein kann, und dann vorgeschlagen, die wenigen Ansatzpunkte eines außerhäuslichen Lebens an einer Stelle zusammenzufassen. Briefkasten, Telefonzelle und der Parkplatz des Lebensmittelbusses ("Ihr Nahversorger") lagen bereits relativ dicht beieinander. Ihnen werden nun die von Mona Hahn eingesammelten Anschlagtafeln für amtliche und vereinsbezogene Mitteilungen zur Seite gestellt. Ergänzt wird das Ensemble mit einer Vogeltränke und Vorrichtungen für die Pflege des Brauchtums: Die am 1. Mai traditionell in die Vorgärten gesteckten Schilder ("Hoch lebe unser Bürgermeister") finden einen festen Ort.
Die Form, die diese Elemente zusammenhält, ist eine Art "städtische Couch", ein lang gestrecktes Sitzmöbel aus Beton mit einer Oberfläche aus Gummigranulat, das üblicherweise als Sportplatzbelag dient. An einer Seite entwickelt sich aus der Sitzfläche ein frei schwebender Arm, der die Parkposition des Lebensmittelbusses umfasst und als Ablagefläche für Einkäufe dient.
In Loosdorf ist bereits eine Menge Kunst im öffentlichen Raum vorhanden. Die Arbeit von Mona Hahn wird, wenn die Loosdorfer sie annehmen, vielleicht gar nicht als Kunst in Erinnerung bleiben, sondern einfach zu einem Teil des Dorfes werden. Mona Hahns Strategie ist der Dienst am Kunden ? ohne Verfremdung, Provokation und doppelten Boden, ohne das ganze Stolperstein- und Aufklärungsarsenal. Es wäre doch eine schöne Anerkennung, wenn eines Tages ein anderer Bürgermeister auf die Idee käme, für den Platz in Loosdorf ein Kunstwerk in Auftrag zu geben.
(Oliver Elser)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040450/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91544/full</schema:image><schema:name>Wartebox und Brunnen in Mittergrabern</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Brigitte Löcker</schema:creator><schema:artMedium>Beton, Metall, farbiges Glas</schema:artMedium><schema:description>Mit dem Brunnen und der Wartebox am Platz in Mittergrabern hat die Architektin Brigitte Löcker eine vielschichtige, kommunikative Architektur geschaffen und zugleich ein skulpturale Identität, die über die reine Funktion der Einzelobjekte hinausgeht. Architektonische und skulpturale Werte vereinen sich auf dem gepflasterten Platz. Rahmen und analoge Flächen, Boden und Deckel, bilden zwei Raumwinkel, die zueinander versetzt und verdreht sind. Soziale Phänomen des Wartens, Versammelns und Aufeinandertreffens finden ihre Entsprechung in den Materialien Glas, Niro und Sichtbeton und werden letztlich durch die Spiegelung im Glas und Wasser verbunden. Das duale Prinzip wird in der Doppelfunktion der Dachträger weitergeführt. So sind die mit blauen und grünen Gläsern gefüllten Nirostarahmen gleichzeitig auch Farb- und Lichtelemente, die bunte Schatten werfen.
(Brigitte Löcker)
http://www.blp.co.at</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040503/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261241/full</schema:image><schema:name>Gestaltung des Kirchenplatzes in Stetteldorf am Wagram</schema:name><schema:dateCreated>2009</schema:dateCreated><schema:creator>Christian Knechtl</schema:creator><schema:artMedium>Metall</schema:artMedium><schema:description>Mit einem komplexen architektonischen Eingriff, der das Niveau vereinheitlicht sowie einem Beleuchtung- und Bepflanzungskonzept wurde ein multifunktionaler Platz mit klarem, großzügigem Charakter geschaffen. Charakteristisch für den Entwurf Christian Knechtls ist der intelligente Einsatz von Materialien und Ressourcen verbunden mit formaler Zurückhaltung.

Unterschiedliche Platzniveaus, heterogen mit diversen Bäumen und Stauden bepflanzte Grünflächen sowie allerhand Platzmobiliar beeinträchtigten nicht nur die Funktionalität des Kirchenplatzes, sondern nahmen dem durchaus geräumigen Platz auch die Großzügigkeit. Überflüssiges zu entfernen und Notwendiges so zu strukturieren, dass der Platz Charakter bekommt und gut bespielbar wird, war daher Christian Knechtls wichtigste Leitlinie. Kreisformen markieren im Wechselspiel der Materialien – Granit, Asphalt, Grün – Nutzungszonen, definieren einen Raum um die Gebäude und diverse bestehende Artefakte auf dem Platz, setzen sie in Beziehung und führen Gemeinde, Schul- und Kirchenleben zusammen. Den dreidimensionalen Raum umschreiben die vertikale Bepflanzung (rot blühende Kastanien) und bei Dunkelheit die Platzbeleuchtung, die mit weißem Licht das Kirchenschiff und die Bäume akzentuiert und in Orange dem Turm Fernwirkung verleiht. Ein einheitliches Niveau ohne Bordsteinkanten und der Verzicht auf vertikale Trennelemente gestatten die barrierefreie Nutzung des ganzen Platzes. Die Maßnahmen sind nicht von Moden diktiert, die Strukturierung erlaubt viele Nutzungsszenarien und hat im menschenleeren und im bevölkerten Zustand passende Dimensionen. Neben ökologischen und ökonomischen Aspekten wie der Verwendung möglichst lokaler Materialien und geringen Betriebskosten ist auch diese im Formalen angestrebte Zurückhaltung und "optische Haltbarkeit" Merkmal einer nachhaltigen Platzgestaltung. (Franziska Leeb)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040505/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261246/full</schema:image><schema:name>Steg über die Ausgrabungsstätte Mitterretzbach</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Max Pauly</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Holz</schema:artMedium><schema:description>Der Steg interpretiert die Topographie des Ortes, eines flachen Hügelzugs, der sanft nach Osten abfällt. Indem der Steg der Hangneigung leicht entgegen geneigt ist, erlaubt er ohne Anstrengung den Gang zur vordersten Kante, die sich bugartig anhebt, ohne überheblich zu sein. Die elliptische Grundrißform ist in der Schrägsicht kaum wahrnehmbar, man interpretiert meinst eine Kreisform; aber die Ellipse hat eine Richtung, und sie ist zentriert nicht so herrisch wie der Kreis. Vielmehr umreißt sie ein Feld; jenes Feld, in dem sich die sichtbaren Spuren der Vergangenheit befinden, deren Wahrnehmung der Steg auf diese Weise unterstützt. Im Gegensatz zu den meisten Brücken und Stegen ist der Steg von Max Pauly hier nicht so sehr ein Ingenieurwerk, auch wenn seine Statik korrekt konstruiert und mit genügend Sicherheit berechnet wurde. Es ist vielmehr ein Werk der Architektur, an der das Gemachtsein nicht vordergründig ablesbar ist. Darum ist die die Unterseite gleich wie die Oberseite mit Lärchenholzbrettern verschalt, damit der Plattencharakter bzw. die geneigte Ebene deutlich zum Ausdruck kommt. Ein Einblick in die Träger der Primär- und Sekundärkonstruktion hätte diesen Eindruck zerstört. Entsprechend stecken die Rundstützen nicht senkrecht im Boden, sondern rechtwinkelig zur Ebene des Stegs. Damit wird angedeutet, daß sie zum Steg gehören. Dieser wird zum luftig und leicht abgestellten Objekt, das Autonomie gewinnt gegenüber den eingebundenen Fundamenten der Kirche.
(Walter Zschokke)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040513/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91690/full</schema:image><schema:name>Bushaltestelle / Retz</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Sabine Krischan</schema:creator><schema:artMedium>Beton, Metall, Draht, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Die Konstruktion: Rohrprofil, Distanzhalter und Flachstahl zur Glasauflage bilden ein gesamtes Trägersystem - die Höhe der Distanzhalter
entspricht den jeweiligen örtlichen statischen Beanspruchungen (größerer Abstand zwischen Träger und Flachstahl im Bereich der Krümmung zur Aufnahme des Biegemoments, geringe Gesamtträgerhöhe im Bereich der geraden Enden). Durch das Teilen der Träger im Vertikalbereich und deren v-förmiger Anordnung entsteht ein räumlicher Stützenfuß, wodurch auf eine Einspannung der Träger verzichtet werden kann. Dies vereinfacht einerseits die Fundamentierung und ermöglicht andererseits die Konstruktion eleganter Fußpunkte. In der "Außenschale" (Verglasung) bestehen Rückwand und Dach aus längsseitig gelagertem, klarem Sicherheitsglas mit horizontalen Stoßfugen (ohne Deckprofile) und Niroklemmleisten längs, mit gekrümmten Glaselementen zwischen Rückwand und Dach. Die Seitenverglasung an de (West-)Wetterseite ist "Informationsträger" mit Stadtplan und -chronik; die Scheiben werden mittels Bodenschiene und Einzelpunkthalterung entlang des Dachträgers befestigt. In der "Innenschale" sind lichtdurchlässige Nironetze (aus Drähten stoffähnlich verwoben) als vorkonfektionierte Elemente in die Konstruktion gespannt und bilden so eine zweite Schicht, die der Glasabsturzsicherung und als Sonnenschutz an der Decke dient (Himmel) und die Wartebank und deren Rückwand herstellt.
(Sabine Krischan)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040514/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261188/full</schema:image><schema:name>Künstlerische Gestaltung des Platzes vor dem Stift Geras</schema:name><schema:dateCreated>2007</schema:dateCreated><schema:creator>Lisa Holzer</schema:creator><schema:artMedium>Matellkostruktion, Spiegel</schema:artMedium><schema:description>Das Projekt von Lisa Holzer für den kleinen Park vor dem Stift besteht aus drei Teilen, die jeweils auf die bestehende Situation eines "verwünschten" Parks reagieren: ein Wartehaus aus spiegelndem Edelstahl, ein Brunnen in Form zarten Nebels und die Markierung des Tors zum Kräutergarten mit Goldfarbe.

Das Projekt von Lisa Holzer für den kleinen Park vor dem Stift Geras besteht aus drei Teilen, die jeweils auf die bestehende Situation eines "verwünschten" Parks reagieren: ein Wartehaus aus spiegelndem Edelstahl, ein Brunnen in Form zarten Nebels und die Markierung des Tors zum Kräutergarten mit Goldfarbe. Das Hauptanliegen der Künstlerin war es, den Platz zu öffnen bzw. zu animieren und zu Interaktivität zwischen den künstlerischen Eingriffen und den Besucherinnen des Parks einzuladen. Für das Wartehäuschen wurde eine einfache kubische Struktur gewählt, die an drei Seiten mit hochpoliertem Edelstahl verkleidet ist. Lisa Holzer zaubert so ein sich ständig veränderndes Spiel von (Spiegel-)Bildern auf den Platz. Die Architektur tritt zurück und erhält die Funktion einer Bildproduktionsmaschine. Konterkariert wird das harte Material des Stahls durch den künstlichen Nebel, den die Künstlerin für den Brunnen gewählt hat. Das verdunstende Wasser erzeugt einen Schleier, der wiederum den dahinter liegenden Park in unserer Wahrnehmung verändert und immer wieder anders erscheinen lässt. Die Goldfarbe als Blickfang für das Tor zieht die Besucherinnen an, verschränkt es mit dem Gold des barocken Stiftes und führt weiter in den Garten. Wie in Mallarmés Gedicht "Nachmittag eines Fauns" erzeugt der gestaltete Park (Traum-)Bilder, welche die Projektionen der Besucherinnen abbilden.(Hemma Schmutz)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040523/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Tiahe / Innenhofgestaltung</schema:name><schema:dateCreated>2005</schema:dateCreated><schema:creator>ManfreDu Schu</schema:creator><schema:artMedium>Steine, Stahl</schema:artMedium><schema:description>MandreDU SCHU bringt die Ausgrabungen eines Dorfes aus dem 12. Jahrhundert in Hard als Theaterwüstung, "Tiahe" benannt, in das benachbarte Thaya direkt unter bzw. in den von der Architektengruppe ah3 neu errichteten Veranstaltungssaal. Oder war die kultische Schauspielstätte, die architektonische Elemente des Mittelalters, aber auch des antiken Theaterbaus beinhaltet, schon immer da? Mit viel Geduld und Feingefühl wurden die einzelnen Räume des Theaters von SCHU aus dem Boden geholt: die Bühne, die sowohl von den Schauspielern als auch von den Musikern benutzt wurde, die dahinter gelegene Garderobe und Abstellkammer sowie den weitläufig gehaltenen Zuschauerraum. Bei den Ausgrabungen konnte SCHU zwei Bauphasen ausmachen, die sich für Kenner in der unterschiedlichen Dicke der Mauern zeigen. Der Großteil der Ruine befindet sich im Hof des Veranstaltungssaals. Im Inneren öffnen zwei Brunnenschächte, wie sie auch in Hard entdeckt wurden, den Blick in die Tiefe.
Ob die Theaterwüstung nun aus dem Boden, gleichsam aus der Vergangenheit herausgeholt oder nachträglich in ihn hineingesetzt wurde, sei dahingestellt. Auf jeden Fall öffnen sich nun die Ausgrabungen den BesucherInnen des Veranstaltungssaals, die je nach Einstellung zu Statisten der Vergangenheit oder Protagonisten der Gegenwart werden.
(Katrina Petter)

Architekt: ah3 architekten zt gmbh</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040531/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91222/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Gföhl</schema:name><schema:dateCreated>1998</schema:dateCreated><schema:creator>Gerhard Mitterberger</schema:creator><schema:artMedium>Stein, Glas, Metall</schema:artMedium><schema:description>Dem Architekten gelang es, bei der Platzgestaltung in Gföhl eine komplexe Aufgabenstellung zu meistern: Verkehrs- und Fußgängerbereiche, Brunnen, Bushaltestelle, Veranstaltungs- und Marktflächen wurden zusammengefasst und trotzdem ihrer unterschiedlichen funktionalen Widmung entsprechend, gestaltet.

Die Anforderungen an die sich zur Fläche weitenden Straßenschluchten, an den Platz, den Hauptplatz, sind komplex: verdichtete Verkehrsströme, verkehrsberuhigte Fußgängerbereiche, Veranstaltungs- und Marktflächen – klar definierte Bereiche der Alltagsnutzung einerseits und freie Spielflächen für Sondernutzungen andererseits. Das Grundkonzept der Gestaltung ist die leere Fläche, ein idealisiertes Rechteck, eingeschrieben in die organische Aufweitung der Häuserzeilen und dargestellt als Granitkopfsteinpflasterfläche auf dem Asphalt. Der Layer des Autoverkehrs ist definiert durch geschnittenen und sandgestrahlten Stein, der die Abrollgeräusche mindert, nur minimal gerahmt durch schräg gestellte oder flächenbündige Randleisten. Der Brunnen, ein profanes Gegenstück zur Kirche und wie diese ein Solitär, einst zentraler kommunaler Wasserspender, Löschteich und Viehtränke, wird durch die Restaurierung zum offenen Platz und damit zu einer geschützten, begehbaren Fläche im Verkehrsbereich. Die hohe, kleeblattförmige gemauerte Schale um die historisierende Säule wird ersetzt durch ein gekrümmtes Wandsegment und gestreute liegende monolithische Granitblöcke: Granithalbrohlinge, mit Distanzfugen verlegt, gebohrt, geschnitten und poliert. Reinste gestalterische Zurückhaltung schließlich in der Bushaltestelle seitlich vor der Kirche: ein Pavillon aus Nirostastahl und Glas. (Gerhard Mitterberger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040541/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/225476/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Rapottenstein</schema:name><schema:dateCreated>2003</schema:dateCreated><schema:creator>Ortrun Lanzner</schema:creator><schema:artMedium>Beton, Metall</schema:artMedium><schema:description>Die Architektin Ortrun Lanzner hat ihr Konzept zur Gestaltung des Marktplatzes in Rappottenstein aus der topografischen Situation und den vorhandenen Linien, Materialien und Elementen entwickelt. In einem zweijährigen Planungsprozess in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde entstand eine Abfolge von befestigten Flächen mit räumlich und funktional unterschiedlichen Qualitäten. Das künstlerische Konzept besteht aus einem Band aus sandgestrahltem Beton, das die bestehende Platzmöblierung, den Brunnen, den Pranger und die Haupttreppe verbindet. Mehrere Objekte aus Beton begrenzen die Granitsteinflächen von oberem Platz und Brunnenplatz und sind je nach Anforderung unterschiedlich ausformuliert: als Sitzflächen, als Treppen oder als Sockel für transluzente Glasobjekte, die als Leuchtkörper den Ort inszenieren. Auf der Platzoberfläche installierte Ortrun Lanzner siebbedruckte Bodeneinbauleuchten mit Abbildungen, die sich inhaltlich auf die Geschichte und die Umgebung von Rappottenstein beziehen. Mit diesen etwas verfremdeten Abbildungen illustriert Lanzner den Platz vor dem Rathaus mit Orten der Großgemeinde. Die unterschiedlichen Beleuchtungskörper inszenieren ein faszinierendes und sehr behutsam gesetztes Spiel mit Licht, das eine stimmungsvolle Atmosphäre in die dunklen Waldviertler Nächte bringt.
(Katharina Blaas-Pratscher)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040543/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Life between Buildings - Lebensbaum und Kalaschnikow / Campus Donauuniversität Krems</schema:name><schema:dateCreated>2005</schema:dateCreated><schema:creator>Iris Andraschek</schema:creator><schema:artMedium>Mosaik</schema:artMedium><schema:description>Iris Andraschek und Hubert Lobnig verwandeln das Forum Campus Krems in einen Marktplatz. 21 Teppiche sind im Hof ausgebreitet. Sie sind in die Betonfläche eingelassen, liegen im Rasen, nisten sich in den Gebäuden ein, schlüpfen unter der Glasfassade hindurch ins Innere.

Die Beschaffenheit der Teppiche – venezianische Emailsteinchen – verbindet in raffinierter Weise eine klassische Technik, das Mosaik, mit der Pixelwelt der Rechner, die symbolischen Kompositionen frühchristlich-ravennatischer Mosaikdenkmäler mit orientalischen und fernöstlichen Kulturen.

Wie kostbare Intarsien sind die Teppiche plan in die Oberflächen eingepasst und funktionieren als lässiges Platzornament, als Marker und als Marke. Die Vorbilder für die Teppiche haben die Künstler bei den Berbern, Kurden und Tibetern gefunden, im Iran und in Afghanistan. Andraschek und Lobnig analogisieren die orientalische Kultur der Begegnung und der Kommunikation mit den Traditionen des angelsächsischen Ausbildungswesens, der Tradition der Debatten und Diskussionen, die durch das Zusammenleben in einem Campus erst möglich werden.

"Mit den Teppichen werden imaginäre, kommunikative Orte geschaffen", sagen die Künstler, "die frei bleiben für flexible Möblierungen und Veranstaltungen. Mit der Idee, Teppiche aus verschiedenen Kulturkreisen zu verwenden, wollten wir die Internationalität der neu geschaffenen Universitätsarchitektur, der Fakultäten und der Nutzerinnen der Universität unterstreichen und Wissenschaft, Bildung und Intellektualität als übergreifendes, verbindendes, verständigungsförderndes Anliegen hervorheben."
(Brigitte Huck)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040580/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/225466/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Herzogenburg</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>Eichinger oder Knechtl</schema:creator><schema:description>Bei der Neugestaltung des Kirchenplatzes in Herzogenburg reagierte das Architektenduo eichinger oder knechtl mit großer Sensibilität auf die komplexe Anforderung, trotz bestehender Parkplätze einen urbanen Freiraum zu schaffen. Vor dem Eingang der barocken Stiftskirche entstand ein neuer, 1000 Quadratmeter großer Vorplatzbereich, der trotz seiner Größe einen intimen Platz bildet. Der Reduktion von Gestaltungselementen steht die poetische Zeichensetzung gegenüber, die Kirche und Platz, den Innen- und Außenraum, miteinander verbindet. Die Platzoberfläche wurde mit Kunststeinplatten in sieben Farbtönen gepflastert. Analog zu einer Pixelgrafik ergeben die sieben Grauwerte den Bildausschnitt einer barocken Skulptur von Bernini.
Das Bild setzt sich aus 33.928 Betonsteinen zusammen, die in einem logistisch ausgeklügelten Einlegesystem mit Hilfe eines Verlegebuches präzise verlegt wurden. Das Ergebnis ist erstaunlich ? und der Blick vom Kirchturm aus sehr beeindruckend. Die neuen Steinstufen und Sitzbänke bilden eine natürliche Abgrenzung zu den bestehenden Verkehrsflächen auf dem gesamten Platz. Ein neues, indirektes Beleuchtungskonzept (mit Reflektorleuchten) wirft ein sanftes Licht auf die Platzebene.
(Katharina Blaas-Pratscher)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040611/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/220002/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Emmersdorf</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Franz Sam</schema:creator><schema:description>Die Neugestaltung des Georg-Prunner-Platzes an der Donauuferstraße mit einem Buswartehäuschen stellt ein komplexes architektonisches Konzept dar, das auf der einen Seite die einzelnen Funktionsbereiche für Fußgänger, Auto- und Radfahrer durch ein Lichtleitsystem klar abtrennt, auf der anderen Seite den Platz an die zentrale Fußgängerzone optisch und akustisch anbindet. Der Architekt Franz Sam installierte vier Lichtobjekte. Eines, gleichzeitig lichtdurchlässiges Wartehäuschen mit Flugdach, bietet Informationstafeln und Telefonzellen an. Zwei weitere signalisieren die Grenze zwischen Platz und Straße und weisen in den Ort. Die zweite Achse bilden drei Klangobjekte. Nach Passieren eines Bewegungsmelders ertönen auf Emmersdorf bezogene, von Roman Holzmayr gestaltete Klangszenarien wie "Sturmwetter" oder "Nachtfluss". Neben der funktionalen Klarheit liegt die Qualität der Gestaltung in der Verbindung alter und neuer architektonischer Elemente, wie etwa in der Integration eines Lichtobjektes in den im Zuge der Neugestaltung erhöhten Sockel der Skulptur des Widerstandskämpfers Prunner. Das Zusammenspiel von Architektur, Licht und Klang regt die Wahrnehmung an und schärft den Blick.
(Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040613/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Bad und Bühne / Lunz am See</schema:name><schema:dateCreated>2004</schema:dateCreated><schema:creator>Hans Kupelwieser</schema:creator><schema:artMedium>Stahl, Nirosta, Betonguss</schema:artMedium><schema:description>Die Seebühne ist ein hybrides Konstrukt, das sowohl als Bühne wie als Strandbad mit Sprungturm genutzt werden kann. Die schwimmende Bühne wird im Sommer zum Sonnenbaden oder als Bühne im Rahmen des wellenklänge Festivals genützt und kann im Winter unter Wasser versenkt werden. Das mehrstufige Sonnendeck kann in einen überdachten Theatersitzbereich umgewandelt werden.

Als "allwettertaugliche Robust-Hybrid-Maschine" bezeichnete Architekturkritikerin Ute Woltron die Seebühne in Lunz. Der über die Grenzen des Landes hinaus für seine klugen und feinfühligen Denkmäler bekannte Bildhauer Hans Kupelwieser, ein Einheimischer übrigens, hat sich ein Stück Land-Art ausgedacht, wie es vielfältiger im Gebrauch und überraschender im Erscheinungsbild nicht sein könnte: eine schwimmende Bühne, die unter der Seeoberfläche ruht und bei Gebrauch auftaucht, ein abgetrepptes Sonnendeck im Strandbad, das sich während der Lunzer Sommerspiele in ein überdachtes Theater verwandelt.Hat schon der kristallklare Lunzer See mit seinen dicht bewachsenen Ufern am Talende Drama und Pathos, so verhilft Hans Kupelwieser dem irdischen Setting ins Außerordentliche: Wenn die Lunzer wellenklaenge anheben und die Wasserpumpen angeworfen werden, sich die Seebühne aufklappt wie ein Cadillac Cabrio, dann ist der rote Merian-Stern nicht weit, der bedeutet: Höhepunkte in Niederösterreich, die sich kein Besucher entgehen lassen sollte. Alle Partikularelemente – Bühne, Sitzstufen, Dach –, ja sogar Mechanik, Technik und Konstruktion haben ein zweites Leben als Wasserfall bzw. Sprungturm. Gemeinsam münden sie in ein prächtiges Gesamtkunstwerk, das skulpturale Dimension, Architektur und Environment, Bewegung, Konstruktion im Raum, Utopie der Maschine und letztendlich Public Affairs zusammenführt.
(Brigitte Huck)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040643/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Brunnen / Ybbsitz</schema:name><schema:dateCreated>1998</schema:dateCreated><schema:creator>Sepp Auer</schema:creator><schema:description>Willi Kopf hat in Brunnkirchen bei Krems den Dorfplatz mit zwei Brunnenbecken gestaltet. Die Oberfläche der reduzierten Platzgestaltung aus Granit nimmt die Glätte der Wasseroberflächen auf und führt sie weiter.

Der Entwurf für den Brunnen auf dem Dorfplatz in Brunnkirchen bei Krems ist das Produkt einer formal wie inhaltlich künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Wasser. Zwei sich längseitig gegenüberstehende, einander zugeneigte quaderförmige Steinbecken auf Unterbauten dienen als Wasserbehälter. Gleichzeitig entsprechen ihre zwei Wasseroberflächen der Idee des Künstlers von einer metaphorischen Spiegelfunktion der Vergangenheit im Ort mehrfach bestandenen Brunnen. Ein besonderes Anliegen des Künstlers galt der exakten proportionalen Stimmigkeit zwischen den einzelnen Bauelementen. So entspricht der Kippeffekt der Brunnenteile dem nach zwei Seiten hin abfallenden Terrain. Der Platz wurde mit Granit in einer auf die gesamte Grundfläche des Platzes ausgerichteten Rasterstruktur gepflastert. Die Glätte der Wasseroberfläche wurde in der Strenge der reduzierten Platzgestaltung übernommen und weitergeführt. Durch dies wie die axiale Ausrichtung des Platzes und die beidseitige Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern ist im Dorf ein bühnenartiger Freiraum entstanden. (Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040647/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91778/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Waidhofen a. d. Ybbs</schema:name><schema:dateCreated>2001</schema:dateCreated><schema:creator>Ernst Beneder</schema:creator><schema:artMedium>Konglomerat, Glas, Stahl</schema:artMedium><schema:description>Aus dem ursprünglich geforderten Verkehrs- und Gestaltungskonzept für Waidhofen an der Ybbs entwickelte sich nach zehnjähriger Planung ein ganzheitliches Revitalisierungsprogramm, das zuletzt auch mit dem Otto-Wagner-Städtebaupreis 2001 ausgezeichnet wurde.

Das Maßnahmenbündel Ernst Beneders umfasste u.a. die Neustrukturierung von ganzen Straßenzügen und deren infrastrukturelle Aufrüstung, die Modernisierung des alten Rathauses und einige punktuell gesetzte Architekturelemente, wie etwa die beiden präzise in die Platzstruktur gefügten Brunnen. Während das Wasser beim Brunnen am Unteren Stadtplatz wie zeitverlangsamter Regen durch eine kreisförmige, perforierte Glasplatte in ein quadratisches Steinbassin tropft, steht die längsgerichtete Form des Brunnens am Oberen Stadtplatz in einem plastischen Spannungsfeld zum mächtigen Quader des Stadtturmes und der punktförmigen zweiten Mitte des Platzes, der Mariensäule.

Rathausseitig eine verkehrsfreie Zone sowie den Beginn der Marktzeile markierend, spannt die Geometrie des Brunnens gerade an diesem Punkt ein stadträumlich wirksames Kräftefeld auf, das den Platz nicht nur klärt, sondern auch die nötige technische Infrastruktur für dessen Bespielung birgt.
(Gabriele Kaiser)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040653/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91383/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Mailberg</schema:name><schema:dateCreated>1999</schema:dateCreated><schema:creator>Richard G. Künz</schema:creator><schema:artMedium>Waldviertler Findling als Sockel, Steinbrunnen</schema:artMedium><schema:description>War ursprünglich seitens der Gemeinde Mailberg an eine Neugestaltung des Brunnens auf dem Hauptplatz gedacht, für den mit einem gemauerten Brunnenring schon der Platz vorgegeben war, wurde bald klar, dass die unbefriedigende Situation mit Bushäuschen und Kriegerdenkmal eine Neukonzeption verlangte. Als Vorgaben waren die Form des Platzes, die aufgrund verkehrstechnischer Anforderungen in ihren Grenzlinien bestimmt war, und das Buswartehäuschen gegeben. Anlass zu verschiedenen Überlegungen war das zentral vor dem Buswartehäuschen positionierte Kriegerdenkmal. Trotz Bemühungen seitens der Jury war an einer im Wesentlichen unveränderten Aufstellung des Kriegerdenkmals nicht zu rütteln, obwohl die alte Sockelkonstruktion als Träger der Schrifttafel abgetragen worden war. Die Figur des Jünglings mit dem Schwert, die ursprünglich auf dem Sockel positioniert war, installierte Richard Künz jedoch auf einem Waldviertler Findling in ebenso dominanter Höhe wie davor, woran auch die Einbindung in das gesamte raumschaffende Ensemble und eine Gegenüberstellung mit dem neuen Brunnen nichts zu ändern vermag. Die Tafel ist in die bogenförmige Konstruktion mit den Sitzbänken eingebunden, den Boden bestimmen verschiedene Steinornamente.
(Susanne Neuburger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040670/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91794/full</schema:image><schema:name>Platzgestaltung / Neulengbach</schema:name><schema:dateCreated>2001</schema:dateCreated><schema:creator>hiesmayr-kratochwil-waldbauer</schema:creator><schema:artMedium>Stahlrohre</schema:artMedium><schema:description>Nach der Erhebung Neulengbachs zur Stadtgemeinde im Februar 2000 hat auch das historische Ortsbild selbst (die Markterhebung geht auf das Jahr 1535 zurück) in seiner Mitte eine ästhetische und verkehrsplanerische Aufwertung erfahren. Nach der baukünstlerischen Gestaltung von der Arbeitsgemeinschaft der Architekten Hiesmayr-Kratochwil-Waldbauer läuft der neustrukturierte Marktplatz elliptisch auf den Egon-Schiele-Platz zu, wobei die Verkehrs- und Fußgängerwege nun klar getrennt geführt werden. Breitere Gehsteige, markierte Parkplätze und übersichtlich gestaltete Informationsbereiche nehmen besonders auf die Bedürfnisse von Fußgängern Rücksicht, und der Lamplbrunnen mit Stadtsäule sowie die Raiffeisenstiege laden zum Verweilen ein. Die innovativen Straßenleuchten setzen als markanteste Gestaltungselemente sichtbare Zeichen im Ortsbild. Als Projektleiter hat Peter Waldbauer die gesamte Gestaltung im Detail entwickelt und vor Ort überwacht. Dass dieser sehr subtil auf die bestehenden Strukturen einzugehen verstand, wird auch in den Details, etwa dem stimmigen Nebeneinander von neuen und alten Geländerläufen, erkennbar.
(Gabriele Kaiser)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040672/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261172/full</schema:image><schema:name>Platz der Vereine / Wildendürnbach</schema:name><schema:dateCreated>2011</schema:dateCreated><schema:creator>Maria Auböck &amp; Janos Karasz</schema:creator><schema:artMedium>Ornamentale Steinverplattung, 10 aufgereihte Findlinge, diverse Bepflanzungen</schema:artMedium><schema:description>Ausgehend vom neu renovierten Gemeindezentrum entwickelte Maria Auböck zusammen mit ihrem Architektenkollegen János Kárász und dem Landschaftsarchitekten Joachim Kräftner ein zeitgemäßes Gestaltungsprogramm für den Hauptplatz in Wildendürnbach zur Vereinigung der bestehenden baulichen Substanz mit den direkt angrenzenden Flächen. Der unter dem Platz verrohrte „wilde Dirnbach“ wurde in Form eines Wasserbeckens wieder an die Oberfläche gebracht und das Areal durch die Verlegung einer optisch markanten, die Farbe Gelb integrierenden Bepflasterung als Einheit zusammengefasst.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040674/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261169/full</schema:image><schema:name>Schwarze Schafe / Stockerau</schema:name><schema:dateCreated>2012</schema:dateCreated><schema:creator>Peter Sandbichler</schema:creator><schema:artMedium>Stein</schema:artMedium><schema:description>"Um Geschichten für meine Skulpturen und Objekte zu entwickeln, brauche ich einen Anknüpfungspunkt im richtigen Leben", behauptet Peter Sandbichler, der seit den frühen 1990er-Jahren als Bildhauer tätig ist. Neben formaler Kohärenz spielen vor allem gesellschaftlich relevante Fragen eine zentrale Rolle in seinem Werk. Sandbichlers Interesse liegt dabei in der Abweichung von der Norm, in der Veränderung bestehender System durch Intervention in ebendiese System und schließlich im Widerspruch, der sich zwischen dem Sein auf der einen Seite und dem Schein auf der anderen Seite auftut.

Ausgangspunkt für Peter Sandbichlers Skulptur Schwarze Schafe ist die Legende des heiligen Koloman. Es handelt sich dabei um die Geschichte eines Pilgers, der auf seiner Reise von Irland ins Heilige Land Halt in Stockerau gemacht hat. Aufgrund seiner Andersartigkeit, seiner fremden Sprache und Kleidung, wurde der Reisende für einen Vaterlandsverräter gehalten und von den Einheimischen zum Tode verurteilt. Die Legende besagt, dass sein Leichnam nicht verwesen wollte und dass sich zahlreiche Wunder um seinen Körper eingestellt haben sollen. Dies ist auch der Grund, warum Koloman in der damals neu errichteten Kirche in Stockerau beigesetzt und später heilig gesprochen wurde. Die Geschichte von Koloman steht bis heute für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und seine Reliquien gelten als Mahnmal. Mit Schwarze Schafe knüpft Peter Sandbichler jedoch nicht nur bei der Stadtgeschichte an, sondern auch beim baulich-architektonischen Gefüge des Kleinen Marktplatzes, an dem der Brunnen installiert wurde. Das Straßenpflaster des historischen Kerns von Stockerau hat der Künstler in Form von Betonquadern im Brunnen wiederaufgenommen. Die unterschiedlichen Höhen der grauen Elemente, die sich auf den ersten Blick fast unsichtbar in das Gesamtbild des Platzes einschreiben, bilden ein Sammelbecken für frisches Wasser. Der leicht abschüssige Boden wird vom Künstler dazu verwendet, das gesammelte Wasser als nivellierendes Element im Brunnen einzusetzen. Was Höhe ist wird zur Niederung und was Niederung ist wird zur Höhe. Mit 140 Betonkuben wirkt Peter Sandbichler dem Gefälle des Geländes entgegen – er leistet ihm Widerstand. Abgesehen von der stadtgeschichtlichen und räumlichen Situation nimmt Peter Sandbichler mit Schwarze Schafe aber auch auf die Funktion des Kleinen Marktplatzes Bezug. Selbst wenn dieser Platz in der Geschichte von Stockerau einmal ein Ort sozialer Interaktion gewesen sein muss, so wurde er in den vergangenen Jahren nur wenig von den BewohnerInnen als solcher genutzt. Es handelt sich dabei um einen Durchgangsort, dem keine besondere Funktion innerhalb der sozialen Gemeinschaft zugeschrieben wird. Ähnlich wie Sandbichler dem Gefälle des Bodens durch das Arrangement der Betonkuben entgegenwirkt, wirkt er mit der Positionierung des Brunnens innerhalb der Stadt der Funktionslosigkeit des gesamten Platzes entgegen – auch in diesem Fall leistet er Widerstand. Peter Sandbichler errichtet mit Schwarze Schafe eine Skulptur, die das Potenzial für soziale Interaktion hat. Einzelne Elemente laden zum Sitzen und Verweilen ein, sie dienen Gesprächen zwischen den Bewohnerinnen von Stockerau, sie dienen dem Austausch mit Freundinnen und Bekannten, sie dienen aber auch – ganz im Sinne des heiligen Koloman, dessen Statue sich im Wasser des Brunnens reflektiert – dem Austausch mit dem Unbekannten, Fremden und Anderen. Peter Sandbichler unterbreitet den Bewohnerinnen von Stockerau mit Schwarze Schafe einen Vorschlag. Ob sich die Betrachterinnen des Brunnens darauf einlassen, ob sie ihre Position von Betrachterinnen in Benutzerinnen verwandeln, ob sie das Mahnmal gegen Fremdenfeindlichkeit zur Diskussion nutzen und Widerstand leisten und ob der Brunnen schließlich ein "Anknüpfungspunkt im richtigen Leben" der StockerauerInnen wird, liegt bei den Einzelnen. (Franz Thalmair)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040702/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/114717/full</schema:image><schema:name>künstlerische Gestaltung rund ums Kartenbüro St. Pölten</schema:name><schema:dateCreated>2015</schema:dateCreated><schema:creator>feld72</schema:creator><schema:artMedium>Markise: Alu-Formrohr-Konstruktion, Buchstaben gelasert und mit Formrohr-Unterkonstruktion verklebt
Stuhlkonstruktion: 3-Schichtplatten, Unterkonstruktion: Stahl/Formrohr pulverbeschichtet</schema:artMedium><schema:description>In einem Kooperationsprojekt von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich
und dem Landestheater Niederösterreich erhält das Kartenbüro der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft am Rathausplatz St. Pölten ein neues Gesicht. Für die künstlerische Umgestaltung verantwortlich zeichnet sich feld72, Kollektiv für "Architektur und urbane Strategien".

Das neue Kartenbüro inszeniert sich als ein dem Thema angemessener Raum. Die große einladende Glasfront evoziert durch einen den Innenraum bestimmenden Vorhang eine Bühnensituation.Die Besucher_innen werden somit in der Wahrnehmung der Betrachter_innen von außen zu zufälligen Akteur_innen auf einer Bühne des Alltags. Der neue Vorplatz unterstützt durch seine Gestaltung diese doppeldeutige Funktion. Drehstühle, in ihrer Formgebung an jene aus dem Theaterbereich angelehnt, werden zum multifunktionalen Platzmobiliar. Die jeweiligen Benutzer_innen bestimmen die räumliche Konstellation: Idem sie sich mit ihren Sitzmöglichkeiten der Platzmitte, einander oder der Bühne zuwenden.
Durch die auf die Drehstühle aufgeklebten Plakate werden diese zu 'Litfaßsäulen' der Institutionen und Schicht für Schicht zu Erinnerungsträgern. Das Vordach – konzipiert als 'bewegliche Markise' – wird zum klaren Zeichen im Raum und wirft zarte Schatten der Namen niederösterreichischer Kulturinstitutionen auf den Platz. So wird das gesamte neue Ensemble zur Bühne des Alltags, auf welcher man fließend zwischen der Rolle des Zuschauers und des Akteurs wechseln kann." (feld72)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1113251/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261161/full</schema:image><schema:name>Aufforderung zur ungeforderten freiwilligen Intersprachlichkeit /Výzva k nevyžádané dobrovolné mezijazykovosti / Pottenhofen</schema:name><schema:dateCreated>2016</schema:dateCreated><schema:creator>Transparadiso</schema:creator><schema:artMedium>Platzgestaltung</schema:artMedium><schema:description>In der "Aufforderung" eine "Unaufforderung" zur Freiwilligkeit zu suchen, wie der Titel der Platzgestaltung "Aufforderung zur ungeforderten freiwilligen Intersprachlichkeit" von transparadiso in Pottenhofen vorschlägt, mutet vorerst widersprüchlich an. Im Aufspüren von (baulichen wie gesellschaftlichen) Interferenzen und daraus entwickelbaren Handlungsmodellen steckt jedoch ein wiederkehrendes Gestaltungsprinzip des Kollektivs Barbara Holub und Peter Rajakovics, das sie auch für Pottenhofen zur Anwendung brachten.

Pottenhofen, im nördlichen Weinviertel nahe der tschechischen Grenze gelegen, ist ein kleines Dorf, das durch eine frequentierte Landstraße geteilt ist. Die Straße stellt gewissermaßen eine bauliche Zäsur für Pottenhofen dar. Mit dem Beschluss der Gemeinde, die ehemalige Volkschule zu einem Gemeindezentrum mit Nahversorger und Jugendtreff umzubauen, wollte man in einem weiteren Schritt Künstler_innen mit der Überlegung beauftragen, wie man den zweigeteilten Raum dennoch mit Qualitäten eines Dorfplatzes ausstatteten könnte. Das Gutachtergremium entschied sich für eine Direktvergabe an transparadiso.

"Aufforderung zur ungeforderten freiwilligen Intersprachlichkeit" ist mehrteilig konzipiert und prozessual angelegt. Neben der Erwirkung eines Tempolimits von 30 km/h, einer über die Straße verlaufenden und raumverbindenden Bodenmarkierung, der Pflanzung eines schattenspendenden Baumes sowie der Anbringung einer typisch tschechischen Straßenleuchte ist das zentrale Objekt – ein im Kreis angeordnetes Sitzobjekt – ein Plädoyer für Transnationalität und ein Monument gegen wiederkehrende populistisch eingeforderte Grenzziehungen. Vor allem aber steht die aus einer Metallkonstruktion bestehende Sitz-Tisch-Skulptur für die Potenzialität gemeinschaftlichen Handelns. Das drehbare Sonnendach wurde mit deutschen und tschechischen Wortkreationen versehen, die in einem grenzüberschreitenden Scrabble-Spiel gemeinsam mit Bewohner_innen des Nachbardorfs Brezi in Tschechien vorab erarbeitet bzw. erspielt wurden. (Maren Richter)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1206855/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Ursa Major / Platzgestaltung in Petzenkirchen</schema:name><schema:dateCreated>2017</schema:dateCreated><schema:creator>Irena Eden, Stijn Lernout</schema:creator><schema:description>Petzenkirchen ist eine kleine Marktgemeinde bei Melk. Nach dem Umbau des Gemeindezentrums wurde auch der Hauptplatz neu gestaltet. Auf ihm sollte ein identitätsstiftendes Zeichen für den Ort entstehen, das auf den Namen und damit den Ursprung der Gemeinde Bezug nimmt.

In Petzenkirchen wird die Legende kultiviert, dass einst ein Ritter schwor, eine Kirche zu bauen, falls er die Begegnung mit einem Bären in einem nahe gelegenen Wald unbeschadet überstehen sollte. Der Ortsname geht jedoch wahrscheinlich auf den Gründer der Pfarre, Bischof Berengar [1] , zurück, der 1014 den Ort zu einer Pfarre mit weitreichendem Einfluss machte. Mit der Installation „Ursa Major“ greifen Irena Eden und Stijn Lernout die Figur des Bären auf und schaffen mit ihr einen Identifikations- und Kommunikationsraum für die Gemeinde, indem sie das Sternbild des „Großen Bären“ [2] mithilfe von 16 in Zusammenarbeit mit Lichtspezialisten aufwendig entwickelten Lichtstelen auf den neu gestalteten Hauptplatz projizieren. Sie stellen damit eine sichtbare Verbindung zwischen der kleinen Marktgemeinde in Niederösterreich und dem Makrokosmos her, ohne Pathos zu bemühen. Es ist vielmehr eine leichte Poesie, die dabei entsteht. Die Installation aus vier bis sechs Meter hohen, unterschiedlich leicht geneigten Metallrohren erinnert an die Raumverstrebungen des Künstler_innenduos. Ab der Dämmerung werden Lichtkegel aus den abgewinkelten oberen Enden auf den Platz geworfen, die die einzelnen Eckpunkte des Sternenbilds markieren. Es ist ein kaltes, klar definiertes Licht, das der elektromagnetischen Strahlung der Ursa-Major-Gruppe entspricht, die als wichtige Orientierungshilfe am mitteleuropäischen Nachthimmel den Polarstern lokalisierbar macht.

Was am Tag aus der Distanz wie eine luftige Zeichnung im Raum aussieht, ist das Ergebnis genauster Berechnungen. Das Sternbild wurde zunächst auf ein Feld von 5 x 10 Metern übertragen, auf einem Raster entzerrt und darüber wiederum in die dritte Dimension hochgerechnet, in der die genauen Positionen der Leuchten festgelegt werden konnten. Über dieses Verfahren der Projektion und der Rückprojektion lässt sich der multiple methodische Ansatz von Eden und Lernout nachvollziehen. Die künstlerischen Antipoden der Abstraktion und der kommunikativen Praxis bilden in ihrer Arbeit die Eckpfeiler eines reflexiven Systems, in dem das Vermessen und das Übertragen immer eine Rolle spielen. In der Petzenkirchener Installation tritt diese Reflexivität in Form einer doppelten Projektion auf, die Methode und Thema der Arbeit zugleich ist.

Die Lichtstelen sind von Betonringen umschlossen, in denen Kräuter heranwachsen. An dreien sind strahlenförmig Sitzbänke angebracht, die nach den elementaren Sichtachsen des Platzes ausgerichtet sind. Wenn sich Irena Eden und Stijn Lernout in ihren Arbeiten fragen, wie Räume entstehen, dann ist für sie Raum ein geografischer und ein physischer wie selbstverständlich auch ein gesellschaftlicher Begriff. Dementsprechend verweisen sie mit ihrer Installation „Ursa Major“ nicht nur auf die Ursprungsgeschichte des Ortes, sondern öffnen wie in vielen ihrer Projekte einen Raum für Handlung in Form vom Kommunikationsmöglichkeiten: „Diese zu etablieren und den Platz dadurch mit und für Menschen zu beleben ist eine der Grundideen des Entwurfs.“ (Cornelia Offergeld)

[1] Der Name leitet sich aus dem Althochdeutschen (bero = „Bär“, ger = „Speer“) ab.

[2] Fachsprachlich Ursa Major: „Größere Bärin“</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1245671/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Schwemmen / Installation Martinsberg</schema:name><schema:dateCreated>2017</schema:dateCreated><schema:creator>Christine Hohenbüchler, Irene Hohenbüchler</schema:creator><schema:description>In Martinsberg treffen zwei Wege aufeinander: die Weitwanderrouten Kremstalweg und der Yspertal-Weitental-Rundwanderweg, die im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2017 als Leitprojekt adaptiert und als „ECHTdeckungsrouten“ neu positioniert wurden. Der Kreuzungspunkt dieser beiden Wanderwege war der Anlass für Christine und Irene Hohenbüchler, einen Ort des Verweilens zu schaffen. Die lebendig formulierte Sitzskulptur, die sie dafür entwickelten, greift ihr durchgehendes künstlerisches Interesse auf, Orte für Kommunikation und Beteiligung zu schaffen, die subtil oft nicht nur auf den örtlichen Kontext eingehen, sondern auch historische Aspekte reflektieren und diese sichtbar machen.

Der Ort, den die Künstlerinnen wählten, befindet sich im Wald mit direktem Blick auf den Edlesberger Teich unweit des Kreuzungspunktes der Wanderwege. Der Edlesberger Teich diente wie andere Teiche in der Umgebung vor allem im 18. Jahrhundert als Schwemmteich für Brennholz, das nach Wien transportiert wurde. Die Schwemmteiche legte man eigens dafür an, um genug Wasser für die Holztrift über die Ysper zur Verfügung zu haben. Die fließende Form des Objekts verweist auf die ursprüngliche Bedeutung von „schwemmen“, nämlich „schwimmen lassen“. Zwei gebogene Metallbahnen greifen formal die Wogen des Wassers auf und bilden am Kreuzungspunkt einen gemeinsamen Tisch und Sitzmöglichkeiten, die das Gegenüber zu Gesprächen anregen. Die kräftigen, lebendigen Farbstreifen, die die Skulptur prägen, erinnern einerseits an Markisenstoffe, wie sie früher auch für Gartenmöbel verwendet wurden. Andererseits verweisen sie auf Markierungen von Wanderwegen, für die diese Farbkombination so allerdings nicht genutzt wird. Erst bei näherer Betrachtung sieht man an den Metallbahnen ausgestanzte Texteinträge. Diese basieren auf Erzählungen von Bewohnerinnen, die die Künstlerinnen beiläufig trafen, sowie auf der Recherche von historischen Fakten. Die Texte, die die Benutzerinnen im Sitzen lesen können, vermitteln allerdings nicht faktische Informationen, wie sie üblicherweise auf Informationstafeln angebracht werden. Vielmehr konzipierten Christine und Irene Hohenbüchler für „Schwemmen“ Texte, die fragmentarisch anmuten. Dieses spezielle literarische Format ist charakteristisch für ihren sehr eigenen Umgang mit Sprache, den die Künstlerinnen im Laufe ihrer langjährigen künstlerischen Arbeit für verschiedene Projekte entwickelt haben. Da die Texte sich dem Faktischen entziehen, offerieren sie Leerstellen für das eigene Nachfragen und sprechen das an, was womöglich fehlt – im persönlichen wie im kollektiven Bewusstsein. Damit eröffnen die Künstlerinnen einen Blick auf lokale Geschichte, die in Vergessenheit zu geraten droht, und rücken diese mit der mittlerweile historischen Praxis des Flößens in das aktuelle Bewusstsein. So wurde z. B. im Dezember 2014 die Flößerei als Kulturform in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland aufgenommen. Ganz nebenbei erweitern Christine und Irene Hohenbüchler somit also eine Sitzskulptur zu einem „Denkmal“ für das Flößen. So wird das Zusammentreffen von zwei Wegen zu einer „Situation“, die im Sinne der langjährigen Praxis von Christine und Irene Hohenbüchler als Ort zur Aneignung und Reflexion zur Disposition gestellt wird.
(Barbara Holub)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1245672/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/194139/full</schema:image><schema:name>"Kommt der Komet oder kommt er zu spät?" / Platzgestaltung in Gansbach</schema:name><schema:dateCreated>2018</schema:dateCreated><schema:creator>Katrin Plavcak</schema:creator><schema:description>Katrin Plavčaks Falco-Denkmal namens Kommt der Komet oder kommt er zu spät (ein Falco-Zitat) besteht aus einem dreiteiligen Szenenbild: einer vier Meter hohen Falco-Silhouette, einem massiven Stein daneben und einem Scheinwerfer. Ein massiver, grün schillernder Serpentinit übernimmt die Rolle des Kometen, die Wucht seines Aufpralls ist dem aufgerissenen Boden eingeschrieben. Die Falco-Skulptur steht unbeschadet daneben, auf den Schuhspitzen balancierend. Ihre vier Metallseiten mit jeweils einer silbrigen und einer schwarzen Seite sehen aus, als wären sie mit leichter Hand nur ineinandergesteckt worden. Falcos vier Arme sind auffordernd ausgestreckt, die stilisierten Finger gespreizt. Dass es auf diese Geste hinauslaufen würde, erkannte Plavcak, als sie sich mit Falcos Körpersprache auseinandersetzte. „Er nahm Standbilder ein“, sagt sie.

Und so fing sie auch den allumfassenden Gestus der großen Ära der Popmusik ein und brachte ihn in das Dorf im Dunkelsteiner Wald, wo Falcos Vater Alois Hölzel bis heute lebt und sich die Bevölkerung ein Denkmal für Falco wünschte. Heutigen Popstars gelingen solche allumfassenden Gesten kaum noch. Wir haben keine millionenfach verkauften Platten mehr im Schrank, die uns mit ihren Covers und eingelegten Texten Informationen und Codes über Moden, Gefühle und Haltungen liefern und Gefühl der Gemeinschaft stiften. Wir singen immer seltener Lieder, die alle kennen. Das Gedenken an Falco muss auch an die Kulturtechniken erinnern, aus denen diese Gestalt hervorging. So ist es folgerichtig, dass Plavcaks Kunstwerk nicht um Falcos Antlitz kreist, nicht um seine Probleme oder den Faltenwurf seiner Helmut-Lang-Anzüge. Die Jugend, die sich auf dem neu geschaffenen Falco-Platz trifft, informiert sich im Internet über ihn. Dass dies stumm geschieht, dass der Raum der Musik bzw. Jugend leise geworden ist und dass Differenz und Distinktion, die in der Ära der Platten wertvoll war wie Gold, nunmehr mit Misstrauen belegt wird, ist ein weiterer Unterschied, den wir zwanzig Jahre nach Falcos Tod eklatant bemerken.

Plavčak war wichtig, „dass es eben kein schweres Trumm ist, das in Gansbach steht“. Sie habe an die Worte des amerikanischen Bildhauers Alexander Calder denken müssen, wonach gerade große Skulpturen Leichtigkeit benötigen. Da Plavčak einen bunten Scheinwerfer dazugestellt hat, spielen auch nachts Licht und Schatten mit der Skulptur. Das Bild verändert sich im Wechsel der Tageszeiten wie ein launischer Popstar, und man kann nach Gansbach reisen, um sich in Falcos Schatten zu stellen.(Sara Khan)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1255308/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Plattform / Platzgestaltung beim Haus des Lebens Ybbsitz</schema:name><schema:dateCreated>2018</schema:dateCreated><schema:creator>Leo Schatzl</schema:creator><schema:description>Leo Schatzls Installation beim Haus des Lebens in Ybbsitz ist eine offene „Plattform“, die auf verschiedenste Arten genutzt bzw. aus mehreren Perspektiven wahrgenommen werden kann. Nur als Baukörper gesehen, ist sie eine Bühne, ein Versammlungsplatz oder ein Rückzugsort. In einer immateriellen Funktion ist sie ein über dem Bach auskragender geistiger Freiraum außerhalb des dörflichen Alltagsgeschehens. Als Skulptur vereint sie diese materielle und immaterielle Eben und kann symbolhaft für vieles stehen: Man kann hier mit Menschen zusammenkommen, man kann sich aber auch einschiffen – in einer fiktiven Seemannsromantik natürlich – und von Ybbsitz, dem kleinen Ort in Niederösterreich mit der großen Schmiedetradition („Schmieden in Ybbsitz“ ist in der Liste des Immateriellen UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen), imaginär in die große weite Welt aufbrechen und am Ende seiner Reise auch wieder hier landen.

Das Konzept für die „Plattform“ entwickelte Leo Schatzl aus der genauen Beobachtung und Analyse des architektonischen und demografisch-geografischen Umfelds des Platzes zwischen dem Haus des Lebens, einem integrativen Wohnhaus, in dem ältere Menschen betreut werden, und der Musikschule heraus. Wie ein Archäologe, der die Gegenwart anhand eines konkreten Ortes vermisst und abtastet, nähert sich der Künstler den jeweiligen künstlerischen Herausforderungen im öffentlichen Raum und verknüpft die konkreten Plätze mit lokalen wie globalen gesellschaftlichen Entwicklungen. In Ybbsitz orientierte sich Leo Schatzl zunächst an den bestehenden Bauten und Terrassen, die über dem Prollingbach wie schwebend auskragen. Diese alte Bauweise der minimalen „Landgewinnung“ verband er mit Überlegungen zu aktuellen Formen der Mobilität und des temporären Verweilens durch Container und Plattformen – von ökonomisch über romantisch bis prekär – und wirft damit auch gezielt Fragen nach den sozialen und politischen Aspekten von Plattformen auf, die in euphemistischen Wortschöpfungen wie „Anlandeplattformen“ oder „Ausschiffungsplattformen“ für Flüchtlingslager in Nordafrika in der gegenwärtigen Asylpolitik ihren zynischen Ausdruck finden.

Ein Industrie-Metall-Container wurde „entmantelt“ und mit massiven Stahlteilen zu einer offenen, überdachten Plattform verstärkt, die nun zwei Meter vom Ufer weg in den Luftraum über dem Bach hineinkragt. Die Stufen, die vom Parkplatz zu ihr hinaufführen, sind gleichzeitig als Sitzpodeste nutzbar. Aus den Seitenteilen des Containers wurden Tröge gefertigt. Über der „Plattform“ schwebt ein einfaches ringförmiges Zeichen, das universell als Symbol für Inklusion und Verbundenheit lesbar ist: Der über eine dünne Eisenkonstruktion gezogene Leuchtkörper aus glasfaserverstärktem Kunststoff von zwei Meter Durchmesser wurde von Leo Schatzl speziell für die Installation entwickelt. Auf einem neun Meter hohen, bogenförmig auslaufenden Rohr befestigt, ist der Ring in der Dunkelheit weithin sichtbar und kennzeichnet das Objekt unmissverständlich als eine Art metaphorischen Hafen für Zusammenkunft und Gemeinschaft.

Leo Schatzl liefert eine Rahmenkonstruktion aus Containerteilen, die durch Möblierung wie durch soziale Handlungen genutzt und erweitert werden kann. Als Grundausstattung dienen aus Containerfragmenten angefertigte Blumenkisten, die von der lokalen Bevölkerung bepflanzt werden können. Weitere Möbel dürfen in Eigenregie der BewohnerInnen des Ortes folgen. Neben dieser Einladung zur aktiven Partizipation ist die Skulptur auch eine Anregung zum Nachdenken über gesellschaftliche Entwicklungen. Dabei gilt das Interesse des Künstlers dem Verschwinden von alltäglichen Orten der sozialen Kommunikation wie z. B. Wirtshäusern in ländlichen Strukturen und der damit zusammenhängenden menschlichen Isolation. Dieser Entwicklung setzt Leo Schatzl ein symbolhaftes Zeichen entgegen. Dieser Notwendigkeit von lokalen Kommunikationsorten stellt er die Sehnsucht nach der Ferne gegenüber und schafft einen Raum, in dem das Bedürfnis nach dem Aufgehoben-Sein in einer Gemeinschaft gleichzeitig mit der Neugierde nach dem Fremden und dem Wagemut der Weltreisenden existieren kann.

Der Umgang mit nomadischen Baukörpern, mit Containern, Schiffen, Autos bzw. mit Mobilität begleitet die künstlerische Arbeit Leo Schatzls. Immer wieder rückt er Objekte aus ihren angestammten (Bedeutungs-)Räumen und lässt sie so ihre Bedeutung selbstreflexiv infrage stellen. Dabei vermittelt er auch eine grundlegende Skepsis gegenüber physischen wie geistigen Eingrenzungen und territorialen Machtansprüchen. Indem er Leerräume für soziale Funktionen oder Denkfelder entwirft, schafft Leo Schatzl mit seinen Objekten immer auch „negative Skulpturen“, wie er sie nennt. Neben aller Skepsis, mit der der Künstler dabei den aktuellen gesellschaftlichen Umgang mit den globalen menschlichen und ökonomischen Bewegungsströmen betrachtet, schwingt immer auch eine romantische Hoffnung auf die Möglichkeit von Freiräumen mit. (Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1258412/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>ORNAMENT-BANK / Landesberufsschule Schrems</schema:name><schema:dateCreated>2020</schema:dateCreated><schema:creator>Maria Hahnenkamp</schema:creator><schema:description>Das historische Schloss in Schrems wird durch den 
An- und Umbau der Landesberufsschule zu einem 
Gebäudekomplex mit drei Höfen erweitert.
Neben dem historischen Schlosshof entstehen im
Neubau ein Pausenhof und ein dreiseitig gefasster
Vorplatz.
Die Gestaltung der neuen Höfe mit kreissegment-
förmigen Bodenflächen unterschiedlicher Materialität
(Rasen, Terraway-Belag) lässt einen formalen neu
interpretierten Bezug zum historischen Schlosshof
erkennen.
Wir fügen uns mit unserer künstlerischen Arbeit in
die Formensprache der beiden neuen Höfe ein und
platzieren in die freigeformten Grüninseln jeweils 
eine „Ornament-Bank“.
Die skulpturalen kreisförmigen Arabesken sind aus
Weißbeton-Fertigteilen hergestellt. Sie haben einen
Durchmesser von jeweils ca.3,00 m. Die an einer Seite
offenen, dynamisch geformten Ornamentkörper haben
eine Sitzhöhe von 45 cm. Sie sind auf einer kreis-
runden Betonplatte mit 4,00 m Durchmesser platziert.
Die Oberfläche der Betonplatten wird jeweils in einem
gelben und einem rötlichen Farbton beschichtet.
Mit der plastischen Formung der Ornamentik, die auf
einer Freskenmalerei von 1860 basiert, möchten wir
auf: „Wachstum, Entfaltung, Entwicklung“ verweisen.
Das sind auch die pädagogischen Themen und Ziele,
die mit der Schulzeit verbunden sind.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1334874/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Feuerstelle / Ortszentrum Klein-Meiseldorf</schema:name><schema:dateCreated>2020</schema:dateCreated><schema:creator>Nicole Six, Paul Petritsch</schema:creator><schema:description>Klein-Meiseldorf hat, wie die Mehrzahl der Gemeinden am Land, in den vergangenen Jahrzehnten vieles verloren, was für eine dörfliche Gemeinschaft von zentraler Bedeutung ist: die Post, das letzte Gasthaus und eine Haltestelle an der Franz-Josefs Bahn. Nun haben sich die Bewohner*innen zusammengetan und entsprechend ihrer Bedürfnisse an der Stelle eines leerstehenden Gebäudeensembles ein neues Dorfzentrum geschaffen, um ihrem Wunsch nach Gemeinschaft wieder Raum zu geben. Dieser Ort sollte einen Veranstaltungs- und Ausstellungsraum, ein Jugendzentrum, einen Nahversorger und ein kleines Café sowie einen öffentlichen Raum für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten beinhalten – einen Treffpunkt bilden für alle und eine neue Identität für die gesamte aus Kattau, Klein-Meiseldorf, Maigen und Stockern bestehende Gemeinde.
  
Die Platzgestaltung
Wasserholen oder einfach Herumsitzen / Parkplatz und Wasserbecken / Getränke und Füße kühlen / Grillplatz und Dorffest / Treffpunkt für Jugendliche neben dem Jugendzentrum / gemeinsames Maibaumaufstellen / den Jahresablauf zelebrieren – Osterfeuer und Sonnwendfeier / die Windrichtung im Blick haben / das Größenverhältnis von Erde und Mond zeigen, kurz: der neue Dorfplatz in Klein-Meiseldorf, zwischen Einkaufsmöglichkeit und Veranstaltungssaal, soll zukünftig vielfältig nutzbar sein und gleichzeitig an die Geschichte der Gegend erinnern.
 
Das Künstler*innen-Duo Nicole Six und Paul Petritsch hat für diese facettenreichen Verwendungsmöglichkeiten, die dieser neue Ort Raum bieten sollte, vielschichtige und zeitgemäße Lösungen entwickelt, die auf drei Elementen basieren: einer Feuerstelle auf einer geschliffenen Betonfläche, einem Brunnen aus Lärchenholz in der Dimension eines parkenden Autos und einem flexiblen „Sitzmobiliar“ aus stehenden und liegenden Holzbalken und Betonfertigteilen.
Dazwischen verteilen sich Gesteinsbrocken aus den umliegenden Steinbrüchen. Neben den Objekten gibt es eine weitere Ebene: in den Boden gezeichnete Kreise und Linien verweisen auf die Erde, den Sonnenverlauf, die Datumsgrenze und andere Planetensysteme.
 
Dem Platz ist so ein subtiles Geflecht von verschiedenen Erzählungen über die Zeit und das Verhältnis dieses Ortes und seiner Bewohner*innen zur Umgebung und weiter zur Welt eingeschrieben: von der Urzeit, das Eggenburger Meer, die Zeitrechnung an sich, über die Globalisierung, das Handwerk, die industrielle Fertigung bis hin zu Solarstrom, Wasser und Feuer. All diese Komponenten verbinden sich zu einer losen Assoziationskette, die die Besucher*innen mit unaufgeregter Leichtigkeit einlädt, gedanklich vom Existentiellem zum Alltäglichen zu schweifen. Der Platz heißt Bewohner*innen und Gäste willkommen und lädt ein, sich hier zu treffen, sich auszuruhen, zu feiern und aktiv zu werden - Gemeinschaft in seinen unterschiedlichen Formen zu leben.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Platzgestaltung</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1344037/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></rdf:RDF>