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<rdf:RDF xmlns:schema="https://schema.org/" xmlns:rdf="https://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/225464/full</schema:image><schema:name>Vinzenzkapelle / Hernstein</schema:name><schema:dateCreated>2002</schema:dateCreated><schema:creator>Jutta Goessler</schema:creator><schema:artMedium>Holzkonstruktion, Glasmalerei bestehend aus 36 Einzelplatten</schema:artMedium><schema:description>Zum Bau der Kapelle für die letzten Pecher in Hernstein ließ die Architektin Schwarzkieferholz verwenden. In eine Wand wurden das Bild des heiligen Vinzenz, des Schutzpatrons der Pecher und Holzknechte, und die übereinander gelagerten Portraits der Pecher in Form von farbigen Gläsern eingearbeitet.

Am Pecherlehrpfad in der Gemeinde Hernstein entstand für die letzten noch lebenden Pecher eine Kapelle, deren Entwurf das Motiv des Sich-um-etwas-Biegens (Pechscharte um Pechbaum) zugrunde liegt.Zum Bau der Kapelle wurde das Holz der Schwarzkiefer verwendet. Die Raumwand, ein hyperbolisches Paraboloid, biegt sich um die Bildwand. In diese geneigte Holzskelettwand wurde das Bildnis des heiligen Vinzenz von Saragossa, des Schutzpatrons der Pecher und Holzknechte, nach dem Konzept von Hans Woertl in Form von farbigen Gläsern eingearbeitet. Der Zugang wurde in Form einer Enge konzipiert, eingedenk des "alten Grabes" (Schliefstein) in unmittelbarer Nachbarschaft. Im Boden eingelassen sind die Buchstaben PIX (Pech). Das Dreieck der Kapelle formt daraus PAX (Friede).

Dem Pechen den Frieden. Die Kapelle ist als Einraum konzipiert. Sie ist jedermann zugänglich. In der Funktion ähnlich der Pecherhütte dient sie Besuchern als Schutz ebenso wie als Andachtsraum. Der Künstler Hans Wörtl porträtierte fotografisch die letzten Pecher von Hernstein und überlagerte die Repros. In der Glaswerkstätte Geyling übertrug er das Mehrfachporträt mit Glasfarben und färbigen Gläsern auf die einzelnen Glassegmente der Bildwand. Dieses Porträt besteht aus den gemeinsamen Zügen der Menschen, die durch die Arbeit im Wald geprägt sind ... der Geist des Schutzpatrons in den Tiefen der Gesichtslandschaften.
(Jutta Goessler)

Entwurf: Jutta Woertl-GoesslerKonzept/Ausführung des Vinzensbildes: Hans Woertl
Mitarbeit: Luka Arafune</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Mahnmal Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040381/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Mahnmal für verlorengegangene Artenvielfalt / Paasdorf</schema:name><schema:dateCreated>1999</schema:dateCreated><schema:creator>Ingeborg Strobl</schema:creator><schema:artMedium>Kalkstein polliert, gemeißelt, Goldfarbe</schema:artMedium><schema:description>Das zwei Meter hohe Monument thematisiert den Verlust von Vielfalt und lokaler Eigenständigkeit am Beispiel der Rinderhaltung. Der schlichte, glatt polierte Kubus wurde aus Donaukalkstein errichtet. Eine in den Stein gemeißelte Schrift nennt die zu verschiedenen Zeiten gehaltenen Rinderarten.
Als drittes der Projektreihe "Kulturlandschaft Paasdorf" entstand das durch den hellen Stein weithin sichtbare "Mahnmal für verloren gegangene Artenvielfalt", das den Verlust von Vielfalt und lokaler Eigenständigkeit am Beispiel der Rinderhaltung thematisiert. Das zwei Meter hohe Monument wurde aus Donaukalkstein aus dem Steinbruch Ernstbrunn errichtet und ist ein schlichter Kubus/Obelisk, glatt poliert, in einen an den Rändern unbearbeiteten, natürlich gebrochenen Sockel gesetzt und mit einem in den Boden versenkten Betonfundament gefestigt. Der Text ist in Antiquaschrift in den Stein gemeißelt und mit Gold ausgelegt und lautet: Rinder 1880: Mürztaler, Gföhler, Stockerauer, Feldsberger, Murbodener, Raabser, Pinzgauer, Mariahofer, Böhmische, Braunhelmete, Ungarische, Montafoner, Lichthelmete, Innviertler. Rinder 1996: Fleckvieh, Braunvieh, Schwarzbunte. (Ingeborg Strobl)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040445/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261098/full</schema:image><schema:name>Täuschungsmanöver / Zeichen für den Stadtberg in Allentsteig</schema:name><schema:dateCreated>2005</schema:dateCreated><schema:creator>Ricarda Denzer</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Spiegel</schema:artMedium><schema:description>Ricarda Denzer hat auf dem Stadtberg von Allentsteig ein eigens konstruiertes Periskop installiert, mit dem man über Kirchturm, Schloss und Kaserne hinweg die um den Ort liegende Landschaft als Panoramabild betrachten kann.
Den Hintergrund der Arbeit bildet die Migrationsgeschichte des Ortes, deren Auswirkungen sich in Form einer starken Abwanderung bis in die Gegenwart ziehen. Zwischen 1938 und 1941 wurden die Bewohner dieser Region des Waldviertels zwangsweise ausgesiedelt, um einem Truppenübungsplatz der Deutschen Wehrmacht Platz zu machen, der 1957 vom Österreichischen Bundesheer übernommen wurde und an dessen Rand Allentsteig liegt.
Auf diese Migrationsproblematik reagiert die Künstlerin mit einer Entlehnung aus der militärischen Technologie, die sie zur Auflösung gewohnter Nah- und Fernsichtvorstellung einsetzt. Der in der Wahrnehmung eines Panoramas liegende Totalitätsanspruch wird thematisiert.
Am oberen Ende der 18 Meter hohen Apparatur ist um eine Kamera herum ein kreisförmiges Metallband mit Wörtern wie "Standort", "Weltanschauung", "Seufzen" oder "Strömung" installiert. Unten stehend kann man die Kamera mechanisch um 360 Grad drehen. Auf einem Monitor sieht man die gefilmten Landschaftsausschnitte, an dessen unteren Rändern die Wörter wie Untertitel erscheinen und die idyllische Kulisse hinsichtlich ihrer Geschichte von Vertreibung und Migration hinterfragen.
(Cornelia Offergeld)

Recherche, Konzept Projektentwicklung, Realisierung: Ricarda Denzer
Projektentwicklung: Fatih Aydogdu
Architektur, Projektrealisierung:
heiKE/NZ (Heike Bablick, Heinz Machat)
Statik: Konstruktion Aste
Koordination Bildtechnik: Thomas Sandri</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040538/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223065/full</schema:image><schema:name>Landschaftsmesser / Erinnerungsstätte am Stadtsee in Allentsteig</schema:name><schema:dateCreated>1999</schema:dateCreated><schema:creator>Valie Export</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Mit dem "Landschaftsmesser" schneidet VALIE EXPORT förmlich in den See ein, in dessen metallenen Flächen sich Sonne und Wasser spiegeln. Neben dem Objekt steht eine Glasstele mit dem Namen der ausgesiedelten Dörfer und Gehöfte auf dem Gebiet des heuteigen Truppenübungsplatzes. Wie die damaligen Ereignisse der Aussiedelung ein dramatischer Einschnitt in das Leben jedes einzelnen waren, so setzt VALIE EXPORT ein Zeichen als Ausdruck tiefer Betroffenheit und läßt einen Ort der öffentlichen Kommunikation entstehen. Die Arbeit ist Symbol der einschneidenden Erlebnisse von damals wie auch heute, wenn die Bewohner der Kleinstadt tagsüber die Schüsse hören - und so in Friedenszeiten mit dem Krieg im Kopf leben müssen. Zu diesem Thema hat Konrad Rennert die Komposition "… And bid his ears a little while be deaf …" erstellt. Eine Variable von Live-Musikern (und/oder Tonband) setzt sich mit "unerhörten" - und dennoch fast alltäglichen - Geschehnissen musikalisch auseinander. Der Schriftsteller Rudi Palla hat sich im Katalog "Erinnerungsstätte Allentsteig" ausführlich mit dem Thema auseinandergesetzt (siehe Seite 85).
(Katharina Blaas-Pratscher)

Architekt: Walter Kirpicsenko</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040539/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232614/full</schema:image><schema:name>Öffentliche Bibliothek Jüdischer Friedhof Krems</schema:name><schema:dateCreated>2004</schema:dateCreated><schema:creator>Clegg &amp; Guttmann</schema:creator><schema:artMedium>Holz, Glas, Metall, Papier</schema:artMedium><schema:description>Die "Öffentliche Bibliothek" auf dem jüdischen Friedhof versammelt in drei Schränken Bücher über den Tod im jüdischen Gesetz, im Ritual und in der Philosophie. Besucher können Bücher ausleihen oder hinzufügen. Seit 1991 hat das Künstlerduo in mehreren Städten ihr Projekt der "Offenen Bibliothek" verwirklicht.

Michael Clegg und Martin Guttmann beschäftigen sich mit der Darstellung von kollektiven Gefügen und gesellschaftlichen Beziehungen. Seit 1991 haben sie in mehreren Städten ihr Projekt der "Offenen Bibliothek" verwirklicht, für das sie in frei zugänglichen Regalen Bücher zum Tausch anboten. Die Arbeit für den jüdischen Friedhof in Krems ist in diesen Kontext einzuordnen. Ursprünglich sollte das Projekt an der Außenwand der Kremser Piaristenkirche an einer Stelle verwirklicht werden, wo der Grabstein eines Rabbi Isaac aus dem 14. Jahrhundert entdeckt worden war. Da die betagten Ordensbrüder Einspruch erhoben, befindet sich "The Jewish Metaphysics of Death" nun auf jenem Friedhof, für den Hans Kupelwieser bereits ein großartiges Mahnmal geschaffen hat. In drei sorgfältig platzierten Schränken sind Bücher über den Tod im jüdischen Gesetz, im Ritual und in der Philosophie gesammelt. Besucher können eine beschränkte Anzahl an Büchern ausleihen oder Materialien hinzufügen. Clegg &amp; Guttmann betrachten ihre Arbeit als "Revival Project", als einen Versuch der behutsamen Rückführung von Leben an einen ziemlich verlassenen Ort. Gleichzeitig machen sie die Unmöglichkeit eines solch optimistischen Unterfangens angesichts der Ausrottung der gesamten jüdischen Bevölkerung von Krems deutlich. Clegg &amp; Guttmann sind Porträtisten. Ihre "Community Portraits" und "Social Sculptures" verstehen sie als Konstruktionen aus Recherchen und Ideen. Clegg &amp; Guttmann brauchen keine Materialanhäufungen, ihre intellektuellen Arrangements werden aus kulturellem Wissen gebaut. (Brigitte Huck)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040562/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Mahnmal Jüdischer Friedhof Krems</schema:name><schema:dateCreated>1996</schema:dateCreated><schema:creator>Hans Kupelwieser</schema:creator><schema:artMedium>Metall, mit Laser beschnitten</schema:artMedium><schema:description>Aus dem langjährig initiierten Projekt, den vertriebenen Kremser Juden ein Denkmal zu setzen, und einem schließlich stattfindenden Wettbewerb, entstand das 48 m lange Stahlband im Eingangsbereich des Friedhofs, in dem die Namen und Daten der Vertreibung von 129 Kremser Juden eingeschnitten sind.
Abraham Nemschitz, einer der wenigen Überlebenden, kam stellvertretend für die vertriebenen Juden zur Einweihung nach Krems: "Ich muß gestehen, daß wir, meine Frau und ich, mit sehr zweifelhaften Gefühlen die Einladung zur Enthüllung des Denkmals der vertriebenen und verstorbenen Kremser Juden des Naziregimes angenommen haben. Wir sehen es mehr als eine Pflicht den Vernichteten gegenüber, daran teilzunehmen, um ihrer Seelen zu gedenken und deren Andenken zu ehren. Wie groß war der Eindruck, als beim Eintritt in den Friedhof beim ersten Anblick des Mahnmals meine Augen auf dem Namen meiner nach Theresienstadt vertriebenen und dort verstorbenen Großmutter fielen. Meine Augen füllten sich mit Tränen und Episoden aus der Vergangenheit kamen aus dem Unterbewußtsein zutage, als langsam meine Augen von Namen zu Namen entlang des nicht endenden Stahlbandes liefen."
(Katharina Blaas-Pratscher)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040569/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Mahnmal / Hammerpark St. Pölten</schema:name><schema:dateCreated>1988</schema:dateCreated><schema:creator>Hans Kupelwieser</schema:creator><schema:artMedium>Stahl</schema:artMedium><schema:description>Anlässlich des Gedenkjahres 1988 wurde für den Hammerpark ein Mahnmal errichtet, das als Symbol für den ereignis-, kultur- und ideengeschichtlichen Zusammenbruch Österreichs infolge des Geschehens im Jahr 1938 steht. Dieses Kunstwerk ist allen Opfern des Nationalsozialismus gewidmet.

Das Mahnmal von Kupelwieser versinnbildlicht eine Opferschale. Die durch eine Öffnung begehbare Plastik ist 2 m hoch und 4 m im Durchmesser. Das Innere ist als Meditationsraum gedacht. Durch die Höhe von etwa 2 m werden alle störenden Einflüsse abgeschirmt, nach oben hin ist aber freie Sicht auf den Himmel und die Bäume gegeben. Nur in Augenhöhe strömt das Licht in 13 Öffnungen, die als Zeichen für die Widerstandskämpfer stehen. Unter den Öffnungen sind die Namen der Opfer zu lesen.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040623/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Friedensdenkmal Erlauf</schema:name><schema:dateCreated>1995</schema:dateCreated><schema:creator>Jenny Holzer</schema:creator><schema:artMedium>Steinplatten (Granit) graviert</schema:artMedium><schema:description>Die Arbeit Jenny Holzers soll an das erste Treffen der Alliierten in Österreich am 8. Mai 1945 erinnern. Das Werk besteht aus drei Teilen: einer einem Flak-Scheinwerfer nachempfundenen Stele mit weitreichendem Lichtstrahl, gravierten Bodenplatten und der Bepflanzung.

Das Projekt ist aus technischen Gebrechen derzeit nicht in Betrieb.

Die Arbeit Jenny Holzers ist der zweite Teil des Friedensdenkmals Erlauf, das im Gedenken an das Treffen der Alliierten vor fünfzig Jahren, mit einem russischen und einem amerikanischen Beitrag an den 8. Mai 1945 erinnern soll. Jenny Holzers Werk besteht aus drei Teilen: den gravierten Platten, der Stele mit dem Strahl und der Bepflanzung, die in Zusammenarbeit mit Maria Auböck entstand. Weiße und graue Sträucher und Blumen sind ringförmig um die Stele gegliedert. Der Strahl ist ein Flak-Scheinwerfer, der sich allabendlich einschaltet. Wie in vielen anderen ihrer Arbeiten benützt die bei New York lebende Künstlerin auch für Erlauf die Sprache als künstlerisches Medium. Es sind kurze und knappe Botschaften, die wie Sinnsprüche oder Redewendungen aus wenigen Worten bestehen. In ihrer Präsentation als gravierte Schriftplatten erinnern sie an Denkmäler, besonders an Kriegerdenkmäler, wenngleich ihre prinzipielle Aussage die einer radikalen Anti-Kriegsposition ist, die sich gegen jegliche Heroisierung wendet, indem sie das Grauen beim Namen nennt. (Susanne Neuburger)

Bepflanzungskonzept: Maria Auböck</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040637/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223054/full</schema:image><schema:name>Friedensdenkmal am Hauptplatz in Erlauf</schema:name><schema:dateCreated>1995</schema:dateCreated><schema:creator>Oleg Komov</schema:creator><schema:artMedium>Bronzeguss, Granitsockel</schema:artMedium><schema:description>Die Figurengruppe mit dem russischen und dem amerikanischen Offizier, die am 8. Mai 1945 in Erlauf aufeinander trafen, ist ein Geschenk der Sowjetunion an die Gemeinde Erlauf. Gemeinsam mit dem Werk Jenny Holzers ist es als Friedensdenkmal zum 50-jährigen Jahrestag 1995 konzipiert. Oleg Komov (1932-1994) war Mitglied der sowjetischen Akademie der Bildenden Künste. Der 1994 noch jung verstorbene Künstler erhielt zahlreiche offizielle Staatsaufträge und portraitierte führende Persönlichkeiten der Sowjetunion. Sein erstes bekanntes Werk, das Puschkin-Denkmal für das Wolgauufer von Kalinin, zeigt ihn als romantischen Lyriker ganz im Sinne klassizierender Bildhauerei. Sein Menschenbild war denn auch das des 19. Jahrhunderts, das er abwandelte und ergänzte und mit realistischeren Elementen versah. In dieser Tradition steht auch die für Erlauf geschaffene Skulpturengruppe, die eines seiner letzten Werke ist und ein Beitrag für den Frieden sein möchte. Die idealisierte Zusammenführung der beiden Offiziere durch das Mädchen steht hier für eine zeitlose, immerwährende Haltung der Versöhnung und des Friedens.
(Susanne Neuburger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040638/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Gedenkstätte / Amstetten</schema:name><schema:dateCreated>1999</schema:dateCreated><schema:creator>Norbert Maringer</schema:creator><schema:artMedium>Glas, eingebrannte Buchstaben</schema:artMedium><schema:description>Im Gedenken an seine jüdischen Mitbürger hat die Stadtgemeinde Amstetten in Zusammenarbeit mit der NÖ Abteilung Kultur und Wissenschaft dieses Denkmal gesetzt. Einfach, klar und still, und im Gegensatz zu den bereits im Park existierenden Denkmälern, die dem typischen Monumentalismus von Gedenkstätten verpflichtet sind, setzt Maringer seine Installation geradezu verborgen in die Wiese. Die Arbeit besteht aus zwei Kreisen: Der äußere Kreis mit sechs Metern Durchmesser soll ein wildwucherndes Wiesenstück bleiben und sich klar von der übrigen Grünfläche des Parks abgrenzen. Im inneren Kreis mit fünf Metern Durchmesser sind an dessen Umfanglinie zwölf Glaszylinder in die Erde versetzt. Jedes Glaselement ist ca. 80 cm tief und ragt ungefähr 12 cm beinahe schwebend aus der Erde empor. Die Namen der Verstorbenen sind in die 1 cm dicken Glasoberteile eingebrannt, wodurch eine gewisse Immaterialität bzw. ein Spiegeln erreicht wird. Ein Glaselement ist namenlos, dies soll die Ohnmacht und Unfaßbarkeit und auch Trauer des Künstlers widerspiegeln.
(Katharina Blaas-Pratscher)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1040666/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223804/full</schema:image><schema:name>Emet - Met / Leuchtobjekt bei der ehemaligen Synagoge St. Pölten</schema:name><schema:dateCreated>1993</schema:dateCreated><schema:creator>Peter Daniel</schema:creator><schema:artMedium>Neonröhre, Plexiglas, Zeitschalter</schema:artMedium><schema:description>1993 übertrug der Künstler und Schriftsteller Peter Daniel konkrete Poesie und jüdische Mystik in ein Objekt, das er im Fenster der Ehemaligen Synagoge installierte. Neonleuchtröhren formen das hebräische Wort für Wahrheit: „Emet“. In rhythmischen Abständen erlischt der erste Buchstabe des Wortes, das Aleph (erster Buchstabe des hebräischen Alphabets), das für den einzig-einen Gott, für die Dimension des Ewigen steht, für kurze Zeit und man liest das Wort „Met“, Hebräisch für „tot“. „Emet – Met – Emet“: In einer Endlosschleife folgt „Wahrheit“ auf „Tod“ und darauf wieder „Wahrheit“. In einer anderen Deutung steht Aleph für Adam, also den (ersten) Menschen. Peter Daniel schafft somit eine Mehrdeutigkeit, eine offene Lesbarkeit: Der Verlust des Menschen kann als mahnendes Gedenken an die Shoa gelesen werden. Und gleichzeitig steht das Leuchtobjekt als Denkmal für die lebendige Geschichte des Judentums.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1045246/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Der Neunte Tag / Mahnmal Synagoge St. Pölten</schema:name><schema:dateCreated>2014</schema:dateCreated><schema:creator>Simon Wachsmuth</schema:creator><schema:artMedium>Wollfilz und Seidendamast</schema:artMedium><schema:description>Der Installation "Der Neunte Tag" von Simon Wachsmuth liegt eine Auseinandersetzung mit der "Aufladung" und "Konstruktion" von Geschichte zugrunde. So bringt er mit dem Titel seines Projekts zwei Ereignisse in Verbindung – die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, derer nach dem jüdischen Kalender am Neunten des Monats Av gedacht wird, und die sogenannte Reichspogromnacht am 9. November 1938. Der Künstler verweist auf zentrale Aspekte der jüdischen Geschichte – die kontinuierliche Anfeindung, Verfolgung und Zerstörung jüdischer Lebenswelten – und fasst sie in einer symbolischen Geste zusammen.

Der Torvorhang wird nicht bildlich wiederhergestellt, vielmehr ist das verwendete visuelle Element ein Stellvertreter, ein einfacher Verweis auf das, was fehlt. Ein dunkler Vorhang aus glattem, lichtabsorbierendem Material verhängt den Toraschrein. Einzig ein kleines Rechteck aus hellem Stoff gibt das Licht wieder. Durch eine in der Nische dahinter platzierte Windmaschine wird der Vorhang stetig und das ganze Jahr hindurch in leichter Bewegung gehalten. Nur am 9. Av (Juli-August) und am 9. November wird die Windmaschine abgestellt.

Simon Wachsmuth verweist mit seiner Arbeit zum einen auf die Wichtigkeit des Gedankens und des Gedenkens, also jenes konstituierende Moment von Glaube und Ritual, das jede Materialität überdauert. Zum anderen verdeutlicht er aber auch das Fehlen eines religiösen feierlichen Moments, wie es die Funktion eines Gotteshauses bedingen würde.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1045247/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Dead End / fünfteilige Figurengruppe im Museumsgarten des Landesmuseums St. Pölten</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Daniel Spoerri</schema:creator><schema:artMedium>Bronzeguss</schema:artMedium><schema:description>Im Jahr 2000 stellte Daniel Spoerri eine Figurengruppe für ein "Massengrab der Klone" her. Vorlage für die Figuren war eine  lebensgroße Gliederpuppe, die Spoerri in Italien in Bronze gießen ließ. Gesichtslos unterscheiden sie sich lediglich in ihrer Haltung, mal verdreht, mal mit den Armen schützend über den Kopf erhoben. Die Skulptur wurde als Gedenkstätte für alle Verbrechen wie das Massaker vom 6. April 1945 in Hadersdorf am Kamp - 61 kurz zuvor aus dem Zuchthaus Krems entlassene Häftlinge wurden festgenommen, erschossen und erschlagen - an einem zentralen Ort installiert: im Museumsgarten des Landesmuseums in St. Pölten. Der Titel der Arbeit: Dead End - dem Doppelsinn des Titels - das Ende des Lebens durch den Tod einerseits, andererseits die Ausweglosigkeit (engl. dead end = Sackgasse) - wird im Museumsgarten durch die Wahl des Standorts Rechnung getragen. Wie in die Enge getrieben und dort erschöpft und tödlich getroffen zusammengesunken liegen die Figuren am Boden.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1108982/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/117896/full</schema:image><schema:name>Mahnmal Friedenskreuz St. Lorenz</schema:name><schema:dateCreated>2016</schema:dateCreated><schema:creator>Martin Krenn</schema:creator><schema:artMedium>Tafel mit bedrucktem Metallgewebe bespannt</schema:artMedium><schema:description>In den 1960ern wurde oberhalb von St. Lorenz, am nunmehrigen Welterbesteig Wachau, ein "Friedenskreuz" errichtet, das der "Kampfgruppe Jockisch" gewidmet ist – einer Einheit der Deutschen Wehrmacht, die im heutigen Kroatien, Bosnien-Herzegowina und in Weißrussland eingesetzt wurde. Umfangreiche Recherchen der Historiker Gregor Kremser und Robert Streibel ergaben, dass die Aufgaben dieser Reserve-Division zu Beginn des Krieges hauptsächlich in der Ausbildung von Rekruten lagen, die Einheit jedoch ab 1943 fast täglich in Kampfhandlungen mit Partisanen verwickelt war. Bei diesen Aktionen wurden als sogenannte "Sühnemaßnahmen" ganze Ortschaften niedergebrannt, Geiseln genommen und Zivilisten ermordet. Der Ort wurde in jüngster Zeit in veränderter Weise vereinnahmt, so wurden dem Kreuz etwa einschlägig konnotierte Attribute wie Wehrmachtshelme oder ein Lorbeerkranz beigefügt. Den in Folge ausgeschriebenen Wettbewerb zur (Neu-)Gestaltung des Platzes, gewann der Künstler Martin Krenn.

Das "Mahnmal Friedenskreuz St. Lorenz" ist eine konzeptuelle zweiteilige Arbeit: Sie besteht aus einer einen halben Meter vor dem Kreuz montierten Tafel aus Metallgewebe und aus fünf Arbeiten von Schüler_innen, die in der Umgebung des Kreuzes locker verstreut installiert sind. Kreuz und Tafel bilden als neue Einheit den zentralen Teil des Mahnmals. Auf das Metallgewebe ließ Martin Krenn die Fotomontage "Deutsche Eicheln 1933" drucken, mit der sich der Künstler und Protagonist der politischen Fotomontage John Heartfield im Jahr der nationalsozialistischen Machtübernahme mittels der Symbolik der "Deutschen Eiche" über die Selbstverherrlichung der Nationalsozialisten mokierte und vor der Kriegsgefahr warnte, die er in der Aufrüstung der Wehrmacht erkannte. Die Montage, die Heartfield für die Rückseite der Berliner Zeitschrift "Arbeiter Illustrierten Zeitung" (AIZ, 1933, Vol. 12, No. 37) gestaltete, zeigt einen kleinwüchsigen Hitler, der eine Eiche gießt. Das Bild spricht für sich: Der Stamm der "Deutschen Eiche", über den "verzwergten" Hitler hinausgewachsen, scheint seine mächtigen Früchte kaum halten zu können und kippt, als wäre er angebrochen, beinahe aus dem Bild.

Die Transluzidität des Metallgewebes transportiert die zentrale Idee des künstlerischen Konzepts: Je nach Blickwinkel und Lichtbedingung entstehen unterschiedliche visuelle Legierungen von der Fotomontage mit dem Kreuz, den beigefügten Objekten oder der Natur. Die Devotionalien der Unbekannten werden dabei von John Heartfields Montage satirisch überblendet, von mit einem 'Hakenkreuz' bemalten Helm, der für eine Vorahnung des Künstlers 1933 stehen mochte, oder der Gasmaske, die an den verheerenden Gaskrieg während des Ersten Weltkrieges erinnerte. Die Entscheidung, das Kreuz in seiner aktuellen Form nicht zu verändern, ist damit Teil des künstlerischen Konzepts. Das vorgefundene Ensemble wird infrage gestellt und kommentiert. Der zweite Teil des Mahnmals besteht aus fünf Collagen. Sie wurden von Kremser Schülerinnen und Schülern unter Anleitung von Martin Krenn und Gregor Kremser in einem halbjährigen Workshop gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich in diesem mit der politischen Fotomontage Heartfields auseinander. In ihren Collagen thematisierten sie den Umgang mit Geschichte sowie die Bedeutung des Antifaschismus in der Zeit des Nationalsozialismus und in der Gegenwart. Die Installation als Ganzes ist als Aufforderung zu verstehen, sich mit dem Ort und mit seinen geschichtlichen Bedingungen auseinanderzusetzen. Martin Krenn hat das "Friedenskreuz St. Lorenz" mit Heartfields Zitat kontextualisiert und zu einem Mahnmal erweitert, das ein Zeichen gegen Kriegsverherrlichung und Faschismus setzt. Gleichzeitig ist es auch eine Hommage an die Zivilcourage an sich.
(Cornelia Offergeld)
</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1136547/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223786/full</schema:image><schema:name>Wollt ihr Freiheit / Friedensdenkmal Erlauf</schema:name><schema:dateCreated>2016</schema:dateCreated><schema:creator>Manaf Halbouni</schema:creator><schema:artMedium>mehrteilige Installation / bewehrter Stahlbetonbau</schema:artMedium><schema:description>"Wollt ihr Freiheit" ist der Titel der mehrteiligen temporären Installation des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni, die das Museum ERLAUF ERINNERT mit dem Außenraum verbindet. Zwei aus Beton gegossene Skulpturen und ein Wandrelief bilden den zentralen Teil der Installation. Eine Skulptur gibt das arabische Wort für "Unterdrückung" wieder, das Relief den Satz "Wollt ihr Freiheit". Mit ihm erinnert der Künstler an die Demonstrationen zu Beginn des Bürgerkriegs in Syrien, bei denen Einsatzkräfte Demonstranten diese rhetorische Frage stellten, während sie auf die Menschen einschlugen. "Beton strahlt für mich sowohl Stärke und Macht als auch Widerstand gegenüber allem aus. Er besitzt sogar eine kriegerische und zerstörerische Gewalt, die mit einer gewissen Gefühllosigkeit und Nüchternheit einhergeht", sagt Manaf Halbouni. Die Skulptur „Heller Stern“ im Außenraum ergänzt die Denkmäler der Amerikanerin Jenny Holzer und des Russen Oleg Komov, die für das Ende des Zweiten Weltkrieges stehen. Mit dem über gepresste Autoschrottteile gegossenen Betonquader verweist Halbouni auf die Kriege der Gegenwart und die Ruinen, die sie hinterlassen, aber auch auf die Hoffnung der Menschen, diese wiederaufzubauen. Der in ihn eingelassene Stern, ein zentrales Formelement in der orientalischen Architektur, hat dagegen grenzüberschreitende symbolhafte Bedeutungen in unterschiedlichen Kulturkreisen. 
 Eine Verbindung zur Gegenwart stellen auch die Interventionen des Künstlers in den Vitrinen des Museums dar. So ergänzte er zum Beispiel eine Vitrine mit historischen Dokumenten durch seinen syrischen Pass und Auszüge aus seinem Briefverkehr mit der Deutschen Bundeswehr, die ihn vom Militärdienst ausschloss, oder ließ die Namen auf den Sesseln im Veranstaltungsraum durch die arabische Bezeichnung für "Der unbekannte Soldat" erweitern. 
(Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1206858/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:name>Counterpoles / Widerstäbe / Mahnmal Baden</schema:name><schema:dateCreated>2017</schema:dateCreated><schema:creator>Peter Kozek</schema:creator><schema:artMedium>S/W lackierte Metallstäbe</schema:artMedium><schema:description>Die Kunstinstallation "Counterpoles/Widerstäbe" von Peter Kozek ist aus einem geladenen Wettbewerb für die Gestaltung eines Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus in Baden als Gewinner hervorgegangen und wurde Ende April 2017 der Öffentlichkeit übergeben.

An einem der meistfrequentierten Orte in Baden, dem Josefsplatz, zwischen Arnulf Rainer Museum und der Endstation der Badner Bahn gelegen, wurde Peter Kozeks Arbeit „Counterpoles/Widerstäbe“ auf rund 1300 Quadratmetern errichtet. Kozeks Installation besteht aus 36 Metallstäben, die sich in unterschiedlichen Winkeln aus dem Boden aufrichten. Die Stäbe wirken scheinbar zufällig und unsystematisch auf der Grundfläche verteilt. Der Komposition liegt jedoch ein präzise erdachtes Ordnungsprinzip zugrunde: Kozek hat einen über dem Platz schwebenden Davidstern imaginiert, der zur Badener Synagoge hin ausgerichtet ist. Die schräg im Boden verankerten Stäbe streben auf diesen imaginierten Davidstern zu, das heißt, ihre Verlängerung würde in die Eckpunkte des in zwölf Dreiecke zerlegten Davidsterns münden. Die Stäbe sind schwarz und weiß lackiert, wodurch die räumliche Wirkung der Installation vertieft und dynamisiert wird.Peter Kozeks Idee einer gedanklichen immerwährenden Aufrichtung zum Stern sowie seiner vorangegangenen symbolischen Zerstörung und Fragmentierung kann von PassantInnen im öffentlichen Raum durchlebt werden. Beim Durchschreiten der Installation setzt sich das Bild durch die Änderung der Perspektive immer wieder neu zusammen. Ein Kreislauf von Gedenken, Nichtvergessen und der Hoffnung auf eine menschlichere Zukunft entsteht. Die Installation ist als offenes Denkfeld konzipiert, das keine fixen Vorstellungen und Richtungen vorgibt, sondern einen Raum für aktiven Diskurs schafft. In der Stadt Baden war bis 1938 die drittgrößte jüdische Gemeinde Österreichs beheimatet. Parallel zur Vertreibung der jüdischen Mitbürgerinnen erfolgte nach dem „Anschluss“ die systematische Verfolgung politischer Gegnerinnen sowie jener Personen, die nicht als Teil der „Volksgemeinschaft“ kategorisiert waren.

Für die Gemeinde Baden ist daher das Gedenken an alle Opfergruppen des Nationalsozialismus wichtig: Peter Kozek hat zwar den Davidstern als jüdisches Symbol zum Ausgangspunkt für seine Installation gemacht, durch die Abstraktion der Form ermöglicht er jedoch eine universelle Lesart des Mahnmals. Dem Wettbewerb waren Recherchen einer engagierten Arbeitsgruppe bestehend aus Vertreterinnen von Opfergruppen, Religionsgemeinschaften, politischen Parteien und Vertreterinnen der Zivilgesellschaft vorausgegangen. Sie hatten unter Einbeziehung der jüdischen Gemeinde der Stadt die Grundlagen für den Wettbewerb geschaffen. Aus dem geladenen Wettbewerb, ausgelobt von der Stadtgemeinde Baden und Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich, ging im Jahr 2015 der Entwurf von Peter Kozek als Gewinner hervor.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1244468/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/223796/full</schema:image><schema:name>06.04.1945 / Mauergestaltung Justizanstalt Krems Stein</schema:name><schema:dateCreated>2018</schema:dateCreated><schema:creator>Ramesch Daha</schema:creator><schema:description>Am 6. April 1945 ermordeten Einheiten der Waffen-SS, Wehrmacht und SA unter aktiver Mithilfe lokaler NS-Funktionäre hunderte, kurz zuvor aus dem Zuchthaus Stein entlassene, überwiegend politische Häftlinge sowie den Direktor und drei Gefängniswärter. Ramesch Daha setzt diesem unfassbaren Verbrechen die Faktizität einer schlichten Aufzählung entgegen, durch die das Ausmaß der menschlichen Katastrophe in vollem Umfang spürbar wird. Sie hat Fragmente des Strafgefangenen-Registers aus den Jahren 1944 und 1945 auf die Mauer des Gefängnisses in eine über 100 Meter lange Wandmalerei übertragen. Die einzelnen Seiten des Registers, in dem die Häftlinge der Justizanstalt aufgelistet wurden, erscheinen so wie ins Überdimensionale vergrößerte Blaupausen.

"06.04.1945" ist der Titel der über 100 Meter langen und 7,5 Meter hohen Wandmalerei von Ramesch Daha auf der Mauer der Justizanstalt Krems-Stein, der zweitgrößten Justizanstalt Österreichs für männliche Strafgefangene. So schlicht der Titel ist, so komplex ist sein geschichtlicher Hintergrund – und so gewaltig die formale Präsenz der Arbeit. Die Zahlenkombination verweist auf den 6. April 1945 und damit auf das Datum eines Massakers in und rund um die Justizanstalt (damals Zuchthaus) Stein kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. An jenem Tag wurden Hunderte zum Großteil aus politischen Gründen inhaftiert und gerade erst entlassene Insassen sowie der Gefängnisdirektor und drei Gefängniswärter von Angehörigen der Waffen-SS, der Wehrmacht und der SA unter Mitwirkung der örtlichen Hitlerjugend ermordet. [1] In Erinnerung an diesen Massenmord und die folgende, von lokalen NS-Funktionären unterstütze gnadenlose Verfolgung der Entkommenen hat Ramesch Daha Auszüge aus dem Strafgefangenen-Register der Jahren 1944 und 1945 in vergrößertem Maßstab an die Mauer des Gefängnisses gemalt. Die künstlerische Arbeit ist das erste deutlich sichtbare permanente Zeichen der geschichtlichen Aufarbeitung in der Kremser Öffentlichkeit, [2] das die durch extreme Grausamkeit und Fanatismus geprägte Gewalt an Zivilpersonen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs thematisiert.

Insgesamt 17 Kopien der Registerseiten, auf denen die Häftlinge der Justizanstalt handschriftlich aufgelistet wurden, sind mit allen auf der Vorlage befindlichen Spuren in einem aufwendigen Verfahren an die Wand übertragen worden. Einzelne Durchstreichungen betreffen Inhaftierte nach 1945, deren Namen nach Verbüßung der Haftstrafe üblicherweise aus dem Register gestrichen wurden. Die Künstlerin verband für die Arbeit altmeisterlich analoge wie digitale Techniken des Kopierens. Zunächst wurden die archivierten Kopien des Registers von ihr händisch durchgepaust, dann die Pausen in einem digitalen Kopiervorgang vergrößert und auf lange Papierbahnen gedruckt. Auf diesen wurden die Umrisslinien perforiert und durch die Löcher auf die Wand durchgerußt. Die so entstandene Vorzeichnung wurde schließlich freihändisch mit blauer Farbe an der Wand nachgemalt. Die Seiten des Registers erscheinen so wie immens vergrößerte Blaupausen, deren Schriftzüge in der Wandmalerei jedoch derart weich gezeichnet sind, dass die Namen zwar als solche wahrnehmbar und teilweise zu erahnen, aber nicht lesbar sind. Es ist eine Art sanfter Filter, den Ramesch Daha über die Einzelschicksale gelegt hat. Zum einen schützt dieser Filter die Privatsphären der Opfer, zum anderen werden die individuellen Geschichten zwar in den handschriftlichen Auflistungen präsent, gleichzeitig jedoch zu einer mächtigen „einstimmigen“ Mahnung vereint, die, über die reine Dokumentation hinausgehend, auf einer Metaebene der formalen Synthese einen Erinnerungsort schafft, an dem Täter wie Opfer auch als Kollektive aufeinander treffen. Ramesch Daha agiert damit vor dem Hintergrund eines neuen Mahnmalbegriffs, der durch die Verbindung von geschichtlicher Aufklärung mit einem formalen Zugang aktiv in die öffentlichen Erinnerungslandschaften eingreift. Inhaltlich bzw. funktional steht „06.04.1945“ in der Tradition des klassischen Mahnmals, mit dem tragischer Ereignisse und deren Opfer gedacht wird. Formal bricht die Arbeit mit der Tradition, mit dem damit verbundenen Pathos und dessen formalen Hierarchien. Indem Daha das Register nur fragmentarisch zur Grundlage ihres Wandbildes macht und die darin enthaltenen Namen nicht explizit darstellt, schafft sie einen Raum zwischen Realismus und Abstraktion, der in der Rezeption sowohl moralische und emotionale Anteilnahme als auch auch kritische Reflexion erlaubt.

„06.04.1945“ ging als Siegerprojekt aus einem geladenen Wettbewerb hervor, der ohne spezifische inhaltliche Vorgaben für die Gestaltung der Gefängnismauer, die an den Campus der Donau-Universität Krems grenzt, ausgeschrieben wurde. Mit der thematischen Fokussierung auf ein geschichtliches Ereignis macht Ramesch Daha – ohne öffentlichen Auftrag zur Denkmalsetzung – ihre künstlerische Arbeit zu einem kollektiven Erinnerungsort und übernimmt als Künstlerin die Verantwortung für eine geschichtliche Aufarbeitung in der Öffentlichkeit. Dabei verbindet sie Elemente ihrer künstlerischen Praxis mit den Ansprüchen einer neuen Memorialpraxis, die nicht mehr auf bestimmte Medien festgelegt ist. Bereits in früheren Arbeiten wie etwa „Victims 9/11“, einer Serie gemalter Porträts von Opfern der New Yorker Anschläge vom 11. September 2001, thematisierte die Künstlerin komplexe geschichtliche Ereignisse, denen fatale Brüche mit gesellschaftlichen Übereinkünften bezüglich humanen Verhaltens zugrunde liegen, und stellt individuelle Geschichtsbilder den offiziellen gegenüber. Die Form der Konzeptgenese für diese Arbeiten ist mit der Erstellung eines Drehbuchs vergleichbar, in dem Daha verschiedenste textliche, fotografische oder auch kartografische Dokumente aus intensiven Recherchen und Skizzen zunächst zusammenfließen lässt, um sie anschließend in Malerei oder multimediale Installationen zu übersetzen. Für die Kremser Arbeit vereinfacht Ramesch Daha diese Kombination. Sie setzt ihr zentrales Medium, die konzeptuelle Malerei, ein und fokussiert diese auf eine klare bildliche Aussage. Die Vergrößerung des historischen Strafgefangenen-Registers wird dabei zu einem Stilmittel, durch das die Namensauflistung zur symbolischen Klammer für die komplexen geschichtlichen Hintergründe wird. Doch darüber hinaus lässt die Künstlerin die Namensreihen als scheinbar nüchterne Dokumentation unkommentiert für sich stehen. Sie verzichtet auf Deutung wie auf narratives Pathos und stellt einem unfassbaren Verbrechen die Faktizität einer schlichten Aufzählung entgegen, durch die das Ausmaß der menschlichen Katastrophe in vollem Umfang erahnbar wird. Und gleichzeitig ist der Anonymisierung der Namen die begriffliche Dialektik von Erinnern und Vergessen eingeschrieben, die sich in Krems und an anderen Orten noch heute wie ein Schleier über die Verbrechen der Nationalsozialisten legt.
[Cornelia Offergeld]

[1] Siehe dazu den Text von Robert Streibel in dieser Broschüre sowie Gerhard Jagschitz (Hg.): Stein, 6. April 1945. Das Urteil des Volksgerichts Wien (August 1946) gegen die Verantwortlichen des Massakers im Zuchthaus Stein. Bundesministerium für Justiz, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 1995.

[2] Ein Gedenkstein am Friedhof Stein erinnert an alle Opfer des Massakers, ein weiterer an die in der Anstalt hingerichteten polnischen Widerstandskämpfer und ein Mahnmal in der Steiner Landstraße an die griechischen Opfer. Mit 386 weißen Holzkreuzen setzte 1995 eine private Initiative entlang der Straßen um die Anstalt ein Erinnerungszeichen.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1255323/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/261088/full</schema:image><schema:name>Treppe-Bühne-Tribüne. Der liegende Abdruck. / Platzgestaltung Göpfritz an der Wild</schema:name><schema:dateCreated>2019</schema:dateCreated><schema:creator>Maruša Sagadin</schema:creator><schema:description>Seit mehreren Jahren bemüht sich Gerhard Schneider, Abschnitts-Sachbearbeiter der Feuerwehrgeschichte, um die Aufarbeitung der Geschichte von rund 16 vergessenen Feuerwehren des Truppenübungsplatzes Döllersheim (heute Allentsteig). Im Zuge eines geladenen Wettbewerbs von Kunst im öffentlichen Raum sollte den vergessenen Feuerwehren ein Andenken gesetzt werden. Maruša Sagadin erweiterte den Denkmalgedanken in die Gegenwart und errichtete eine Art Tribüne, die nicht nur an die einzelnen Gruppen erinnert, sondern auch auf die zahlreichen Einsatzbereiche Bezug nimmt. Vor allem macht die künstlerische Intervention den Platz bei der Freiwilligen Feuerwehr zu einem neuen Treffpunkt und stellt unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten in den Raum.

Am Platz vor der Feuerwehr von Göpfritz setzt die in Slowenien geborene und in Wien lebende Künstlerin Maruša Sagadin der Freiwilligenarbeit der Feuerwehr ein Denkmal, das um den Aspekt einer aktiven Nutzung erweitert wird. Die künstlerische Setzung, mit der sie den geladenen Wettbewerb gewann, ist dem Gedenken an 16 Freiwillige Feuerwehren gewidmet, die im Zuge der zwischen 1938 und 1941 vollzogenen Gemeindeabsiedelung im Bereich des heutigen Truppenübungsplatzes Allentsteig aufgelöst wurden. In der historischen Aufarbeitung der Absiedelung fanden die Feuerwehren bis dato keine Berücksichtigung und werden nun, auf private Initiative von EOV Gerhard Schneider (Abschnitts-Sachbearbeiter Feuerwehrgeschichte), in Kooperation der Gemeinde Göpfritz mit einem Denkmal in Erinnerung gerufen. Sagadin hinterfragt mit ihren zahlreichen Projekten im öffentlichen Raum kontinuierlich hergebrachte Zuschreibungen und Zeichen und eröffnet damit Räume für neue gedankliche Auseinandersetzung. Für Göpfritz an der Wild hat sie keine repräsentative Geste, kein weithin sichtbares Monument konzipiert, sondern eine horizontale architektonische Plattform entwickelt. Das Objekt zeigt, dass Erinnerungskultur nicht nur durch die Sichtbarmachung von Leerstellen aktiviert werden kann, sondern Geschichte durch erlebbare Erfahrungen Präsenz erhält. In räumlicher Nachbarschaft zur Feuerwehrzentrale und des darin befindlichen Feuerwehrmuseums werden Geschichte und Gegenwart in Verbindung gesetzt. Die Feuerwehr als freiwillige oder betriebliche Einrichtung fußt auf dem Gedanken von Solidarität und Hilfsbereitschaft. Diese für eine Gemeinschaft oder Gesellschaft grundlegenden Werte übersetzt die Künstlerin in die Form eines sozialen Möbels, das Menschen zur Benutzung und dadurch zum Austausch und zu Gemeinschaft einlädt.

Das Objekt fasst den Platz an zwei Seiten zur Straße hin ein und ist mit einer eingezogenen Zwischenstufe formal einer Tribüne entlehnt. Der Titel Treppe–Bühne–Tribüne. Der liegende Abdruck. formuliert eine implizite Vielfältigkeit, die symbolisch auch auf die unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche der Feuerwehr hinweist.
Der verwendete Beton ist mit roten und orangen Farbpigmenten eingefärbt und hebt sich als Skulptur im heterogenen Umfeld des Platzes hervor. Auf den Flächen des Objektes, die zur Straße zeigen, sind Abdrücke unterschiedlicher Materialien zu sehen – Kies, Holz, Heu –, die einerseits auf die Einsatzgebiete der Feuerwehr und andererseits auf die Natur referieren, die das Gelände des Truppenübungsplatzes stellenweise wieder zurückerobert hat. Drei skulpturale Objekte auf der Tribüne, ebenfalls aus pigmentiertem Beton, sollen in ihrer abstrahierten Form auf „Insignien“ der Feuerwehr verweisen: Stiefel, Feuerwehrhelm und Wasserschlauch.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1306049/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/214544/full</schema:image><schema:name>The Examined Life / Das geprüfte Leben. Ernst F. Brod (1901-1978)</schema:name><schema:dateCreated>2019</schema:dateCreated><schema:creator>Heidi Schatzl</schema:creator><schema:description>In einer 2000 Seiten umfassenden, unveröffentlichten Autobiografie erzählt der Auswanderer Ernst F. Brod (1901-1978) die Geschichte des Dorfes Erlauf und jene Österreichs vor und im Nationalsozialismus. 2017 brachte die Künstlerin Heidi Schatzl Auszüge aus dem Manuskript als temporäre Wandreliefs in das Museum ERLAUF ERINNERT, von wo sie 2019 als permanente Rauminstallation an das Erlaufer Gemeindeamt überführt wurden.

Ernst F. Brod war jüdischer Sozialdemokrat. Als solcher verließ er bereits 1934 Österreich. Er ging nach Paris, 1938 in die Türkei und von dort in die USA, wo er bis zu seinem Tod lebte. In den letzten zehn Lebensjahren schrieb Brod seine Lebensgeschichte auf, die er als aufmerksamer Chronist in die politischen und historischen Ereignisse seiner Zeit einbettete. Erlauf und seine Bewohnerinnen spielen in dem Manuskript eine zentrale Rolle: Brod berichtet vom bäuerlichen Leben, von der Enteignung, Deportierung und Ermordung seiner Familie, aber auch von der Solidarität, die er erfuhr. Zum einen versuchte er "Österreichs Weg in die Gesetzlosigkeit" (Ernst F. Brod)nachzuvollziehen, zum anderen quälte in die Frage, warum er, obwohl er alles kommen sah, seine Familie nicht zur Emigration bewegen konnte. 

Heidi Schatzl, die in ihren künstlerischen Projekten an der Schnittstelle von Raum, Zeit und kulturgeschichtlicher Forschung arbeitet, machte Brods ambivalentes Verhältnis zu seiner Heimat und die nach dem Krieg verschütteten Erinnerungen zum Ausgangspunkt ihrer Arbeit und konstruierte aus der Lebensgeschichte Brods, aus seinem Abwägen der "kleinen" autobiografischen Zusammenhänge gegenüber den "großen" historischen einen Erinnerungsspeicher, ein quasi ausgelagertes kollektives Gedächtnis des Ortes. Dazu verarbeitete sie ausgewählte Textseiten aus dem Manuskript und Bildmaterial aus privaten Erlaufer Fotoalben wie Archiven zu raumfüllenden Wandreliefs, die die Besucherinnen förmlich in die Geschichte Brods eintauchen lassen. Mit vier freistehenden Säulen verweist die Künstlerin auf Brods politisches Denken und seinen Anteil am Aufbau der Moderne als Bauingenieur bei Clemens Holzmeister in der Türkei. Durch die ausgesparten Fenster blickt man auf das ehemalige Gasthaus Teufl, wo sein Bruder Georg Brod eingesperrt wurde, bis er seiner "Arisierung" seines Geschäftes zustimmte. 

Ernst Brods Sohn John gab dem Manuskript nach dem Tod des Vaters einen Titel: "The Examined Life / Das geprüfte Leben". In Anlehnung an den griechischen Philosophen Sokrates, der ein "ungeprüftes Leben" als "nicht lebenswert" bezeichnete, verweist er damit auf die unermüdliche Auseinandersetzung seines Vaters mit der Wahrheit. 

"In Brods Wahrheit liegt auch jene von Erlauf, von Österreich und die der Welt. Sehen wir sie als Bauteile eines Brückenbauers", so Heidi Schatzl. 

In dem Künstlerinnenbuch "Die Manuskripte des Ernst F. Brod" hat Heidi Schatzl in 15 Heften Auszüge des Manuskripts von Ernst F. Brod mit wissenschaftlichen Beiträgen und einem Gespräch mit Brods Tochter in einer Art Archivbox zusammengestellt. Dazu gibt das Buch Einblick in private Fotoalben wie Archive und enthält eine musikalische Interpretation von Brods Lebensgeschichte durch das Roman Britschgi Quartett auf CD. 

Heidi Schatzl, Die Manuskripte des Ernst F. Brod, herausgegeben von Katharina Blaas-Pratscher und Katrina Petter. Mit Beiträgen von Charlotte E. El Shabrawy, Cornelia Offergeld, Katharina Prager, Andreas Suttner und der beigelegten CD des Roman Britschgi Quartett ist 2018 im Verlag Mandelbaum erschienen. Erhältlich unter anderem im Museum ERLAUF ERINNERT und im Gemeindeamt Erlauf.

"Erinnerungsspeicher" Erlauf 
Gemeindeamt, 1. Stock 
Melker Straße 1 
3253 Erlauf 

Öffnungszeiten 
MO-MI, FR: 08.00-12.00 Uhr 
DO: 07.00-12.00, 14.00-18.00 Uhr 
Eintritt frei 

</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1307100/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/91518/full</schema:image><schema:name>STALAG XVII B / Krems-Gneixendorf</schema:name><schema:dateCreated>2000</schema:dateCreated><schema:creator>Christian Gmeiner</schema:creator><schema:artMedium>Eisen</schema:artMedium><schema:description>Christian Gmeiner markiert das Gelände des größten Kriegsgefangenenlagers aus der Nazizeit in Österreich an dessen vier ehemaligen Eckpunkten mit jeweils einer Tafel, in die ein großes Fragezeichen eingeschnitten ist. Eine weitere Tafel nennt das Wort "Erinnern" in den Sprachen aller Inhaftierten.

Christian Gmeiner setzte sich in mehreren Projekten mit dem ehemaligen Straflager STALAG XVII B in Krems-Gneixendorf auseinander. In dieser 2000 entstandenen Arbeit bezeichnete er das Gelände des ehemaligen Lagers, das heute zu verschiedenen Zwecken genutzt wird, wie als Sportflugplatz, für Landwirtschaft sowie zur Mistablagerung, an den vier ehemaligen Eckpunkten des Lagerbereichs mit jeweils einer Tafel, in die ein großes Fragezeichen eingeschnitten ist. STALAG XVII B, das größte Kriegsgefangenenlager aus der Nazizeit in Österreich, war 1km2 groß und quadratisch angelegt. Indem der Ort heute durch seine derzeitige Nutzung die Geschichte des Lagers verschwinden lässt, macht Gmeiner mit der Setzung an den Ecken auf das Gebiet aufmerksam und holt es symbolisch auch dadurch wieder zurück, dass die Größe der Tafeln (1m2) zur Größe des Lagers in Relation steht. Mit einer weiteren Tafel bezeichnet Gmeiner den Lagerfriedhof, eine weitere Tafel nennt das Wort „Erinnern“ in den Sprachen aller im Lager inhaftierten Gefangenen. (Susanne Neuburger)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1320472/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232619/full</schema:image><schema:name>Mahnmal für die Zwangsarbeitslager St. Pölten-Viehofen</schema:name><schema:dateCreated>2010</schema:dateCreated><schema:creator>Catrin Bolt</schema:creator><schema:artMedium>Foto aus Metallplatte</schema:artMedium><schema:description>In Viehofen, einem kleinen Ort neben St.Pölten, gab es in den Jahren 1944 und 1945 zwei Zwangsarbeitslager. Später kam auf das Areal ein künstlicher See, der von der Bevölkerung nun als Freizeitareal - zum Schwimmen, Spazieren und Fahrradfahren - benutzt wird. Wie in Freizeitarealen üblich, habe ich an verschiedenen Orten um den See Orientierungstafeln aufgestellt. Die eigene Position ist mit einem roten Punkt markiert, so dass die/der BetrachterIn versucht, sich zu verorten, dabei aber bemerkt, dass die Tafeln zwar das gleiche Gebiet, aber eine völlig andere Zeit zeigen. Mit Hilfe der Legende ist es möglich, die zwei Zwangsarbeitslager zu definieren.

Es ist nicht allzu bekannt, dass in Viehofen bei St. Pölten von 1944 bis 1945 zwei Zwangsarbeitslager existierten. Ab 1967 wurde auf dem Areal eine Schotteraufbereitungsanlage betrieben. Nach der Einstellung des Betriebs legte die Stadt St. Pölten dort im Jahr 2003 ein Erholungsgebiet mit 2 Seen an. Unter einem der heutigen Seen befand sich allerdings ein Lager mit 126 Juden, daneben eines für nicht-jüdische ZwangsarbeiterInnen. Wie in Freizeitarealen üblich, hat Catrin Bolt hat an verschiedenen Stellen auf dem Areal Orientierungstafeln aufgestellt, auf denen üblicherweise neben dem eigenen Standort besonders schöne Aussichtspunkte oder Wege zu sehen sind. Die aufgestellten Tafeln sind genauso gestaltet, sie zeigen allerdings kein aktuelles Bild des Areals, sondern eine Luftaufnahme von 1945 auf der die Lager deutlich zu sehen sind. Die eigene Position ist mit einem roten Punkt markiert so dass die/der Betrachterin versucht, sich zu verorten, dabei aber bemerkt, dass die Tafeln zwar das gleiche Gebiet, aber eine völlig andere Zeit zeigen. Mit Hilfe der Legende ist es möglich, die zwei Zwangsarbeitslager zu definieren. Vergangenheit und Gegenwart werden hier überlagert. Catrin Bolt verzichtet auf Pathosformeln sowie auf künstlerische Selbstreferenzialität und fordert mittels einer lapidaren Umlenkung des Blicks auf das nicht mehr Sichtbare eine bewusste Auseinandersetzung mit der Geschichte des Ortes ein. (Cornelia Offergeld)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1320473/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232621/full</schema:image><schema:name>Denkmal für die Wassermühlen in Roseldorf bei Sitzendorf</schema:name><schema:creator>Misha Stroj</schema:creator><schema:artMedium>Eisen, Holzstange</schema:artMedium><schema:description>"Denkmal für die Wassermühlen" nimmt auf die Geschichte des Schmidatals ebenso Bezug wie auf seine gegenwärtige Nutzung als Erholungsgebiet. Die entlang einem Fußweg angebrachten Elemente des Denkmals - Triebwerk, Kammraddach und Laterne setzen die verschwundenen Wassermühlen des Schmidatals wie aus Mosaiksteinen wieder zusammen.

"Denkmal für die Wassermühlen" nimmt auf die Geschichte des Schmidatals ebenso Bezug wie auf seine gegenwärtige Nutzung als Erholungsgebiet. Die entlang einem Fußweg angebrachten Elemente des Denkmals – Triebwerk, Kammraddach und Laterne als direkte Verweise auf die Maschinen und die Erneuerung des Schutzdachs eines Bildstocks – setzen die verschwundenen Wassermühlen des Schmidatals wie aus Mosaiksteinen wieder zusammen. Zugleich greift das Denkmal die Tradition skulpturaler Gartenkunst auf: Als Kunstwerk in einem gestalteten Erholungsareal ist das Mühlendenkmal eine "terza natura" im Sinne der Gartentheorie der italienischen Renaissance, mit wandelnden Sichtachsen und subtilen Wechseln an Gestaltungsintensitäten des Eingriffs in die Natur. In die Skulpturen sind Zitate eingeschrieben, die auf die Nutzung von Kraft Bezug nehmen, und so führt die Verbindung der Sinngehalte von Bild und Text, Anschauung und Referenz zu einem neuen, eingefalteten Wissen, das der Entschlüsselung durch die Betrachter bedarf. Mechanische und ästhetische Kraft stehen nahe aneinander. Die Inschriften stehen für einen längst geschehenen Eingriff, die Extrahierung eines Elements aus der Natur zu seiner Nutzung, und rücken so den Kunstcharakter des Denkmals nahe an den der Landschaft, die es umgibt. Das "Denkmal für die Wassermühlen" transformiert seine Umgebung in einen emblematischen Garten, es markiert die Künstlichkeit des Areals und streicht die Freizeitkultur heraus, die die Besucher und Besucherinnen zu ihnen führt und die sich dem Untergang der Mühlen verdankt. (Eva Kernbauer)</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1320474/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/232623/full</schema:image><schema:name>Arbeite Nie / Gramatneusiedl</schema:name><schema:dateCreated>2015</schema:dateCreated><schema:creator>Linda Bilda</schema:creator><schema:artMedium>Metall, Plexiglas</schema:artMedium><schema:description>Mit dem Imperativ "Arbeite Nie" gibt Linda Bilda ihrem Projekt für Marienthal/Gramatneusiedl ein schlagkräftiges kritisches Vorzeichen, um einen historischen Bogen zu schlagen vom aktuellen, weltweit durch das Wort "Krise" definierten Thema "Arbeit" zur wechselvollen Geschichte der Arbeiterbewegung, für die Marienthal als Schauplatz einer bedeutenden Studie über Arbeitslose, exemplarisch steht.

Linda Bildas Kunstprojekt besteht aus zwei Teilen, einer Intervention im öffentlichen Raum des Ortes und einem Plakazin, einer Mischung aus Plakat und Magazin, das in hoher Auflage gedruckt und gratis verteilt wird. Es ist ein künstlerisch und inhaltlich dichtes Druckwerk, in dem Linda Bilda in Texten und Comic-Zeichnungen programmatisch zum Thema Arbeit Stellung nimmt. Ihre Intervention in Marienthal/Gramatneusiedl nennt Linda Bilda "Raumgefüge", ein Begriff, der das Performative mit dem Strukturellen verbindet. Das „Raumgefüge“ dockt an die vorhandene Substanz an, um zugleich auch die bereits verschwundene wieder ins Bewusstsein zu holen. Linda Bilda entwickelte einen Stadtplan, der auf sieben Kategorien ihrer eigenen "Ordnung der Dinge" für diesen Ort beruht und auf deren Spuren das Publikum losgeschickt wird: Dieses soll, vergleichbar der Methode des "dérive", dem "ziellosen Umherstreifen" der Situationisten, den Ort auf neuen Wegen wahrnehmen. Für jede ihrer Kategorien, die im Stadtplan farblich markiert sind, hat Linda Bilda ein Signet entworfen, das dann im Ort an ausgesuchten Stellen auftaucht, deren Geschichte virtuell wieder lebendig gemacht und in Erinnerung gerufen wird.
2015 installierte Linda Bilda drei weitere "Verweistafeln", um den Parcours durch das historische Ortsgefüge zu komplimentieren. Die vom Fabrikbesitzer errichtete ehemalige Kinderbewahranstalt steht sowohl für sozial-politische Entwicklung und Emanzipation als auch für betriebswirtschaftliche Motivation des Arbeitgebers, der somit auch auf die Arbeitskraft der Frauen und Mütter zurückgreifen konnte. Die Bedeutung von technischem Fortschritt für das zivile Leben und gleichzeitig für die industrielle Produktion streicht das noch heute in Betrieb stehende Wasserkraftwerk an der Fischa hervor. Als dritte Position werden am Kriegerdenkmal des Ortes die bis heute ausgeklammerten, kommunistischen Widerstandsaktivisten aus Gramatneusiedl hinzugefügt, die während der NS-Diktatur hingerichtet wurden. Parallel dazu veranstaltete die Künstlerin in Zusammenarbeit mit Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich ein Comicworkshop mit SchülerInnen der Polytechnische Schule Himberg. (Silvia Eiblmayr)
</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1320476/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork><schema:VisualArtwork><schema:image>/internal/media/dispatcher/240633/full</schema:image><schema:name>Mahnmal für Lunz am See</schema:name><schema:dateCreated>2020</schema:dateCreated><schema:creator>Florian Pumhösl</schema:creator><schema:artMedium>Natursteinmauerwerk, Sgraffito Technik</schema:artMedium><schema:description>Das Mahnmal entstand vor dem Hintergrund der Geschichte des Gebäudes des heutigen WasserCluster Lunz, dem Universitätszentrum für die Erforschung aquatischer Ökosysteme, das ab Sommer 1940 als neu gebautes Gaujugendheim unter anderem als Organisationszentrale für die Lunzer Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend verwendet wurde. Das Projekt ging aus einer Initiative des WasserCluster in Kooperation mit der Abteilung Kunst und Kultur / Kunst im öffentlichen Raum des Landes Niederösterreich hervor.

Gedenken &amp; Zeitgenössische Kunst
Lunz ist nicht nur ein beliebter Ort für die Sommerfrische, sondern mit dem WasserCluster Lunz auch Standort einer renommierten Forschungseinrichtung, die nun mit einem Mahnmal die Vorgeschichte des Areals thematisiert.
Die Arbeit von Florian Pumhösl reflektiert die Existenz eines NS-Ausbildungslagers für Jugendliche an eben dieser Stelle und greift hierzu auf die ortsübliche Sgraffito-Technik zurück. Dabei unterstreicht der Künstler die Bedeutung der demokratischen Bildung der Jugend für die zukünftige Gestaltung der Gesellschaft und verweist auf die Verantwortung jedes Einzelnen, die Rechte in einer Gemeinschaft zu schützen.

Vorgeschichte
WasserCluster Lunz trat an Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich mit dem Wunsch heran, die Vergangenheit rund um das Gebäude sichtbar zu machen und eine reflektierte Auseinandersetzung zu ermöglichen. 1940 wurde ein Gaujugendheim errichtet, das unter anderem als Organisationszentrale für die Wehrertüchtigungslager der Hitlerjugend diente. 14- bis 18-jährige Burschen wurden hier militärisch ausgebildet und mit Vorträgen nationalsozialistisch „geformt“. Sowohl der Leiter des Lunzer HJ-Lagers als auch der HJ-Gebietsführer vom Gau 'Niederdonau' waren später an massiven Kriegsverbrechen beteiligt.
Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich – die in Lunz neben der Seebühne auch zahlreiche temporäre Projekte unterstützt hat – fördert seit mehr als dreißig Jahren zusammen mit Gemeinden, Vereinen und Initiativen eine aktive Erinnerungskultur mit den Mitteln der Kunst. In Niederösterreich wurde so bereits eine Vielzahl künstlerischer Projekte in diesem Kontext realisiert.

Künstlerische Umsetzung
Der international renommierte Künstler Florian Pumhösl verwendet für seine Werke häufig historische Themen als Grundlage und bezieht originales Quellenmaterial mit ein, das er reduziert, neu ordnet oder in ungewohnte Zusammenhänge stellt, um so eine Neubetrachtung zu ermöglichen. So auch in Lunz: Auf den ersten Blick fügt sich eine weithin sichtbare, auf einer Wiese stehende Wand durch die regional gebräuchliche Sgraffito-Technik durchaus in die Umgebung ein. Dem weißen Verputz ist hier aber kein ornamentales Muster eingeschrieben, sondern ein Ausschnitt des Stimmzettels für die „Volksabstimmung zur Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ am 10. April 1938.
Die Volksabstimmung war weder frei noch geheim. Sie schloss viele Menschen aufgrund der rassistischen Bestimmungen aus, und die wenigen Wahlberechtigen, die den Mut besaßen, dieser Wahl und damit dem NS-Regime mit einem Nein entgegen zu treten, wie der Lunzer Wilhelm Mathes, waren unmittelbaren Konsequenzen ausgesetzt. Zur gleichen Zeit fand bereits eine organisierte Indoktrinierung der Bevölkerung und vor allem der Jugend statt.
Die schlichte, doch weit sichtbare Markierung von Florian Pumhösl inmitten der Narzissenwiese ordnet die Geschehnisse in und um Lunz während des Dritten Reiches in einen größeren Zusammenhang ein. Pumhösl weist damit auf eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung hin, die jede Generation von neuem tragen muss. Das Wandbild ist bewusst auf die beiden für die Abstimmung verwendeten Wahlmöglichkeiten reduziert: ein großer Kreis dem Ja und ein kleiner Kreis dem Nein. Einzig die verwendete Frakturschrift verweist auf die historische wie politische Dimension des Bildes und macht sie gleichzeitig unübersehbar. Umgeben von der malerischen Umgebung fügt sich die Wand in die Landschaft und bricht gleichzeitig aus ihr heraus – macht Bewohner*innen wie Besucher*innen bewusst, dass Verantwortung füreinander nirgends aufhört und demokratische Rechte immer geschützt werden müssen, weil sie kein natürlicher Umstand, sondern ein von Menschen erkämpftes Gut sind.</schema:description><schema:artForm>Kunst im öffentlichen Raum – Erinnerungskultur</schema:artForm><schema:url>https://online.landessammlungen-noe.at/objects/1334728/rdf</schema:url></schema:VisualArtwork></rdf:RDF>